Beschilderung
Gesucht: ein Plätzchen für Hopfen

Sie sind seit Jahren heiß umkämpftes Terrain: die Plätze auf den Hinweisschildern der A7. Das gilt für die blauen Wegweiser genauso wie für die braunen Tafeln, die mit ihren Ansichten von Kirchen oder Stadtsilhouetten für touristische Attraktionen links und rechts der Autobahn werben. Und diese großformatigen «Visitenkarten» haben Zuwachs bekommen. Zwischen den Ausfahrten Nesselwang und Füssen trommelt seit kurzem eine weitere Tafel für Schwangauer Attraktionen: Tegelbergbahn und Königliche Kristall-Therme. Für Hopfen am See, das schon seit Jahren um eine Erwähnung buhlt, ist derzeit dagegen keine Tafel in Sicht.

«Die neue Tafel ist ganz klar ein Gewinn für Schwangau», freut sich Tourismuschefin Petra Köpf. Dabei gehe es vor allem darum, «Transitreisende» zu einem Zwischenstopp im Königswinkel zu animieren. «Viele Autofahrer, die nicht unsere Gegend als Ziel haben, werden durch so ein Schild angelockt», lautet ihre Erfahrung. Und dank der guten graphischen Darstellung könne man auch ausländische Reisende auf die Königsschlösser sowie neuerdings Tegelbergbahn und Kristall-Therme aufmerksam machen.

Anderes Schild versetzt

Wobei die Aufstellung der von Bergbahn und Therme komplett finanzierten Tafel nur durch einen Kunstgriff gelungen sei, wie Bürgermeister Reinhold Sontheimer verrät: «Erst musste ein anderes Schild ein paar Kilometer nach Norden versetzt werden, um Platz zu schaffen.

» Denn die Vorgabe der Autobahndirektion Südbayern besagt, dass zwischen zwei Anschlussstellen maximal vier touristische Tafeln stehen dürfen. «Mehr kann der Autofahrer nicht aufnehmen, das würde nur zu Verwirrung führen», erläutert Gernot Rodehack, Leiter der Kemptener Dienststelle.

Dieses «Tafel-Limit» ist auch der Grund, warum Hopfen am See derzeit wohl keine Chance auf eine Visitenkarte an der A7 hat - und das, obwohl die «Allgäuer Riviera» touristisch durchaus das nötige Gewicht für eine Erwähnung besäße, so Rodehack. Vor Monaten habe die Autobahnbehörde eine entsprechende Anfrage aus Füssen erreicht. Stand der Dinge: «Wenn ein anderes Schild für Hopfen weicht, haben wir nichts dagegen», so der Amtsleiter. Dies müsse jedoch der Zweckverband Allgäuer Land als Initiator der meisten Schilder auskarteln.

Verfechter einer solchen Erwähnung ist Stadtrat Uli Pickl. «Hopfen ist in Füssen das touristische Aushängeschild», betont er. Schon allein deshalb wäre eine solche Aufwertung «wichtig und berechtigt», zumal Hopfen auf anderen Tafeln fehle. Dies finde nicht nur er, sondern viele Bürger.

Ein zusätzliches Schild für Hopfen hätte Bürgermeister Paul Iacob begrüßt - dass dafür aber eine andere braune Tafel weiche, sei unrealistisch, fasst er die Haltung aller Gemeinden im Zweckverband zusammen. Schließlich habe man sich in einem mühsamen Prozess auf die jetzige Lösung geeinigt. Dennoch solle Hopfen nicht ganz leer ausgehen. Iacob macht sich nun für eine Erwähnung an der Einmündung von der A7 in die B310 stark, wo bislang Füssen und Weißensee ausgeschildert sind. Das Straßenbauamt prüfe derzeit, ob dort für Hopfen noch ein Plätzchen frei ist.

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