Leukämie
Gesucht: Der passende Knochenmarkspender für Christoph

Es sind nur ein paar Tropfen Blut, doch die können für Christoph Klimczyk neues Leben bedeuten: Der 52-Jährige aus der Nähe von Mainz leidet, wie berichtet, an der lebensbedrohenden Knochenmarkserkrankung Myelodysplastisches Syndrom (MDS). Nur eine Stammzellenspende kann ihn retten. Doch dafür braucht es erst einen passenden Spender.

Die Fachklinik Enzensberg hilft bei der Suche und veranstaltet am kommenden Samstag (9. Juli) eine große Typisierungsaktion. Unterstützt wird sie dabei auch von Mitarbeitern des Sanitätszentrums der Füssener Allgäu-Kaserne unter Dr. Dörthe Hartmann. Dr. Klaus Klimczyk, Bruder des Erkrankten und Chefarzt des Enzensberg-Schmerzzentrums, steht hinter der groß angelegten Aktion.

Er hofft auf Hunderte hilfsbereiter Bürger, die mit einem kleinen Pieks ihren Beitrag leisten wollen. << Sie tun das nicht nur für meinen Bruder, sondern auch für andere leukämiekranke Menschen rund um den Globus >> , betont er. Denn die Daten, die das Labor bei der Typisierung gewinnt, wandern in eine weltweit abrufbare Datei.

Markantes Beispiel für die Nachhaltigkeit solcher Aktionen ist die enorme Hilfsbereitschaft für den krebskranken Luis aus dem Oberallgäu, für den sich 2010 Tausende Menschen typisieren ließen (wir berichteten). 22 Bürger spendeten in der Folgezeit Stammzellen für eine Vielzahl Erkrankter, so Verena Spitzer von der Stiftung << Aktion Knochenmarkspende Bayern >> (AKB) - dreimal wurde in der Folge Leben gerettet, in weiteren Fällen ist der Ausgang noch offen.

Spenden können gesunde Menschen zwischen 18 und 45 Jahren. Ausschlusskriterien sind:

l Herz-, Lungen- oder Tumorerkrankungen

l schwere Allergien oder Stoffwechselstörungen

l Schilddrüsenüberfunktion oder Bluthochdruck

l Infektionskrankheiten wie HIV oder Malaria sowie Erkrankungen des Nervensystems.

Vor einigen Jahren ließ sich auch Hans Achatz, der kaufmännische Direktor am Enzensberg, ein paar Milliliter Blut abzapfen. Seine Stammzellen passten exakt zu denen einer Krebspatientin aus Belgien - die Frau hat dank Achatz Knochenmarkspende überlebt. Klaus Klimczyk ist sicher, dass auch für seinen Bruder der passende Spender gefunden wird. Was besonders wichtig ist: << Christoph will diesen Kampf unbedingt gewinnen, er hat enormen Lebenswillen! >> (raf)

Die Typisierungsaktion am Enzensberg findet am Samstag, 9. Juli, von 11 bis 16 Uhr statt. Da jede Typisierung von Spenderblut über 40 Euro kostet, ist die Stiftung << Aktion Knochenmarkspende Bayern >> (AKB) auch auf Geldspenden angewiesen: Konto 22 394 555 bei der Kreissparkasse München Starnberg (BLZ 702 501 50). Weitere Infos zur Knochenmarkspende im Internet unter:

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