Haus Hopfensee
Gelungene (Halb-)Premiere des Liederkranz Füssen

Nach langer, langer Zeit ist der 'Liederkranz Füssen' kürzlich wieder einmal im 'Haus Hopfensee' aufgetreten. Laut Peter Reichherzer ist es 'etwa 30 Jahre her', dass der seit 1842 existierende Männerchor sich hoch über dem Ufer des Hopfensees dem Publikum präsentiert hat. Nachdem die Sänger unter der Leitung von Gisela Reichherzer in den vergangenen Jahren im Spätsommer zumeist in der Fachklinik Enzensberg ihre Gesangskünste zum Besten gegeben hatten, war ihre jüngste Chorserenade mit dem Titel 'Wie herrlich ist’s im Wald' damit sozusagen ein neuerliches Debüt im 'Haus Hopfensee.'

Und das ist bei den Besuchern anscheinend recht gut angekommen, weshalb nicht nur der Beifall am Ende des rund eineinhalb Stunden langen Konzerts ziemlich kräftig ausfiel. Margarethe Schilling aus Füssen wünscht sich den 'Liederkranz' denn auch in Zukunft 'gerne wieder hier', was auch für Christl Sengsmann aus Füssen gilt, die unmittelbar nach dem jüngsten Liederabend betonte: 'Hoffentlich treten die hier künftig noch öfter auf.

Dann sollte der Liederkranz aber noch mehr Werbung im Vorfeld machen.' Mit ihren Liedern aus der Zeit der Romantik, Werken zeitgenössischer Komponisten sowie einigen bekannten Operettenmelodien trafen die 31 von Gisela Reichherzer souverän dirigierten Sänger in ihren grauen Anzügen und grellroten Krawatten

offenbar recht zielsicher den Nerv des Auditoriums, aus dessen Reihen immer wieder mal ein begeistertes 'sehr schön' oder 'schön' zu hören war.

Motto zum Jahr des Waldes

Am Klavier meisterhaft von Professor Herbert Wiedemann begleitet, hatte der 'Liederkranz' passend zum 'Jahr des Waldes' auch das Thema 'Wald' als Motto für seine Serenade gewählt. Von den vertonten, gemütsvollen Gedichten 'Abschied vom Walde' und 'Der Jäger Abschied' des romantischen Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff über 'Der Jägerchor' aus der Oper 'Der Freischütz' von Carl Maria von Weber

bis zu mehreren stimmungsvollen Melodien aus der Operette 'Schwarzwaldmädel' von Leon Jessel führte der ausgiebige Waldspaziergang der Sänger.

Besonders starken Applaus erhielten Christopher Neuhauser, der den Chorgesang zwischenzeitlich am Waldhorn begleitete, sowie Gisela Reichherzer (Sopran) und Magnus Lipp (Tenor) für ihr beeindruckendes Duett, mit dem sie den Einstieg zu 'Erklingen zum Tanze die Geigen' gestalteten, in das der Chor vielstimmig einfiel.

Den absoluten Höhepunkt des Abends bildete jedoch Gisela Reichherzers bestechendes Sopransolo vom 'Viljalied' aus 'Die lustige Witwe' von Franz Lehár.

Mit den zwei Zugaben 'Wia mei Ahndl' aus 'Der Vogelhändler' von Carl Zeller und 'Abendlied' von Michael Haydn dürfte der 'Liederkranz' das Publikum bei dieser nicht ganz echten Premiere schließlich voll und ganz zufrieden gestellt haben.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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