Finanzen
Gebäudesanierungen belasten Gemeindehaushalt

Sparen bei Ausgaben und schrittweise Erhöhungen bei Beiträgen und Gebühren - so will Kämmerer Jürgen Tobisch die Finanzen der Gemeinde Halblech in den kommenden Jahren in den Griff bekommen. Das kündigte er im Gemeinderat an, der den Haushalt für das laufende Jahr einstimmig verabschiedete. Unter anderem wegen der Sanierungen von Rathaus und Grundschule sieht dieser bis Jahresende einen Anstieg der Verschuldung auf knapp 3,6 Millionen Euro vor.

Wie Bürgermeister Bernd Singer erklärte, wurde der Haushaltsplan erst jetzt fertig, weil Tobisch, der das Kämmereramt neu übernommen hatte, gleich zwei größere Herausforderungen einarbeiten musste: die Sanierungen von Rathaus und Grundschule. In kurzer Zeit habe der neue Kämmerer das Zahlenwerk sehr gut in den Griff bekommen, lobte Singer seinen neuen Mitarbeiter.

Insgesamt nimmt die Gemeinde laut Tobisch in diesem Jahr für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen Kredite über rund 1,71 Millionen Euro auf. Gleichzeitig tilgt sie bestehende Darlehen in Höhe von 352900 Euro. Die Hebesätze für Grund- (300 von Hundert) und Gewerbesteuer (320) bleiben unverändert. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer setzte Tobisch vorsichtig mit 1,1 Millionen Euro an, 190000 Euro weniger als im Vorjahr.

Der Anteil der Gemeinde an den Einkommensteuern liegt seit einigen Jahren ziemlich konstant bei 1,1 Millionen Euro. An Schlüsselzuweisung erwartet Halblech heuer 360000 Euro. Die Zweitwohnungssteuer liegt konstant bei rund 59000 Euro. An den Landkreis überweist die Gemeinde in diesem Jahr eine Umlage von 1,1 Millionen Euro - etwas weniger als im Vorjahr. Die Personalkosten seien ebenfalls << ein großer Brocken >>, bemerkte der Kämmerer. Sie steigen von 1,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,3 Millionen an. Das liege an den Tarifabschlüssen, aber auch daran, dass die Gemeinden immer mehr Aufgaben übernehmen müssten, erläuterte der Kämmerer. Hier stehe die Frage im Raum, ob die Gemeinde weiterhin jede kleinste Aufgabe übernehmen müsse und man sich diesen Luxus in Zukunft noch leisten könne.

Rathaus kostet 640000 Euro

Im Vermögenshaushalt schlägt die energetische Sanierung des Rathauses mit 515000 Euro zu Buche. Dazu kommen Baunebenkosten von 95000 Euro sowie die Erneuerung von EDV und Einrichtung von 30000 Euro. Die energetische Sanierung der Volksschule Halblech kostet 245000 Euro plus Baunebenkosten von 80000 Euro. Ein weiterer großer Posten ist die Gebäudesanierung am Freibad mit 60000 Euro. Der Straßen- und Wegebau mit Rad- und Gehwegen schlägt mit rund 155000 Euro zu Buche. Für den Kauf eines Bauhoffahrzeugs im Vorjahr ist noch eine Restzahlung von 52000 Euro fällig.

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