Totalausfall
Funkstille nach Blitzeinschlag

Fünf Tage waren in Pfronten-Meilingen mehrere Privathaushalte und das Alpenbad von der Außenwelt abgeschnitten. Erst am Donnerstag wurde ein Schaden behoben, der durch einen Blitzeinschlag am späten Sonntagabend Telefone und die Internetverbindung lahmgelegt hatte.

Mittlerweile ist das Problem laut Richard Nöß zwar zumindest im Alpenbad wieder behoben. Der Hauptamtsleiter kritisiert jedoch das Krisenmanagement der Telekom. Der Telefonanbieter betont hingegen, dass Schäden durch Blitze meist nicht leicht zu beheben sind.

Zig Mal habe die Gemeinde bei der Störstelle angerufen: << Das ganze Schadensmanagement war nicht gut. Wir sind ein großer Kunde und hätten schon erwartet, dass so ein Problem zeitnah gelöst wird >>, ärgert sich Nöß. Im Alpenbad sei man die ganze Woche über telefonisch nicht erreichbar gewesen - und auch ins Internet konnte keiner.

Erst seit Donnerstag funktioniere die Leitung wieder, wenngleich die interne Anlage noch immer wegen des Blitzes gestört sei, sagte der Hauptamtsleiter gestern.

Für Notfälle hätten die Bademeister zwar immer ein Handy dabei, << aber im Keller hat man damit auch keinen Empfang >>. Jetzt will die Gemeinde nach Rücksprache mit dem Schwimmmeister nochmals mit der Telekom klären, warum es so lange gedauert hat.

Auch Roland Pöschl gehört zu den Geschädigten: << Ich verstehe nicht, dass die Telekom in einem solchen Fall nur einen Mann schickt >>, teilt er seine Beobachtungen mit. Da er Ferienwohnungen vermietet, << ist es wirklich ein Problem, wenn man nicht erreichbar ist. >>

Wie viele Anfragen ihm dadurch durch die Lappen gegangen sind, kann er nicht sagen. << Wenn ich kein Handy gehabt hätte, wäre ich komplett von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. >> Erst am gestrigen Freitagmittag konnte er wieder telefonieren, bei Nachbarn waren die Leitungen immer noch tot.

Laut Telekom waren nach dem Blitzschlag an einzelnen Anschlüssen im Burgweg und Falkensteinweg Störungen aufgetreten. Ein Kabelschaden bestehe aber nicht, << man kann also nicht von einem Netzausfall sprechen >>, sagte Cordelia Hiller von der Telekom.

<< Wir bemühen uns, solche Störungen schnellstmöglich zu beheben >>, entschuldigt sie sich. Schäden durch Blitze seien aber oft schwierig zu beheben, << weil oft an mehreren Stellen Kabel beschädigt sind >>.

Dass nur ein Techniker vor Ort gewesen sein soll, dementiert Hiller: << Es waren mehrere Mitarbeiter im Einsatz. >> Auch jetzt seien Techniker noch dabei, die letzten Schäden zu beheben. Zum Schutz vor Blitzschäden empfiehlt sie, immer Steckdosen mit integriertem Überspannungsschutz zu verwenden.

Wenngleich die Telekom << für die Endgeräte im Eigentum der Bürger >> nicht haftet, so könnten Schäden durch den Ausfall beim Kundenservice (Tel. 0800/3301000) eingereicht werden. << Wir prüfen jede Anfrage >>, verspricht Hiller.

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