Verkehrsentlastung
Füssener Räte stellen erste Weiche für Ausbau am Luitpoldkreisel

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Der Füssener Verkehrsausschuss hat die erste Weiche für den Umbau des Luitpoldkreisels und damit einen besseren Verkehrsfluss an diesem Nadelöhr gestellt: Gegen zwei Stimmen sprach sich das Gremium nach langer Diskussion dafür aus, die Maßnahme von professionellen Planern prüfen zu lassen.

An eine Umsetzung ist angesichts der Kosten von rund 50000 Euro (netto) aber nicht vor 2012 zu denken. Schneller angepackt werden soll dagegen eine flankierende Maßnahme: Die Verlegung des weiter südlich liegenden Zebrastreifens an die Einmündung der Otto- in die Luitpoldstraße. Zudem soll der Kreisverkehr am Freyberggarten an allen Ästen Querungshilfen erhalten.

Wie berichtet, sieht das von Freien Wählern und Stadtverwaltung ausgetüftelte Projekt die Schaffung einer zweiten Fahrspur am nördlichen Ende der Luitpoldstraße vor, auch der Luitpoldkreisel soll zweispurig befahrbar werden (Graphik). Zudem will man den Zebrastreifen vor dem Kreisel durch eine Querungshilfe ersetzt werden.

In der Summe erhöhen diese Maßnahmen laut Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung den Durchfluss an der Engstelle deutlich. «Denn die Mehrzahl der Fahrzeuge ist in Richtung Schwangau unterwegs und kann so besser abfließen.» «Der Stau ist nicht ganz abzuschaffen, aber er wird etwa um ein Drittel abgebaut», warb auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) dafür, statt des nicht umsetzbaren «großen Verkehrskonzeptes» die Innenstadt mit kleineren Maßnahmen zu entlasten.

Nicht nur Jürgen Doser (Freie Wähler), einer der Motoren der zweiten Fahrspur, sprach sich energisch für das Vorhaben aus. Auch Gabriel Guggemos (Füssen-Land) und Heinz Hipp (CSU) waren klare Befürworter. Selbst Dr. Martin Metzger (Bürger für Füssen) war bereit, für mehr Verkehrs-Durchfluss den Verlust des Zebras als «Frosch» zu schlucken.

Konsequent nein sagte dagegen Ilona Deckwerth (SPD), die aufgrund des schmäleren Gehwegs und des Zebra-Wegfalls eine Gefahr für Fußgänger sah. Auch Belange der Radler und der Stadtplanung seien nicht berücksichtigt. Ihr Antrag, das Thema wegen dessen Bedeutung an den Stadtrat zu verweisen, wurde mit 9:3 Stimmen abgelehnt.

Thomas Meiler von der Füssener Polizei teilte ihre Bedenken freilich nicht - im Gegenteil: «Ich bin froh, wenn der Zebra weg ist, denn der gaukelt Fußgängern eine Sicherheit vor, die nicht gegeben ist.» Kopfschütteln einiger Räte erntete schließlich Günther Knauss (Bürgerblock), der sich vom Tempo der Entscheidung überfahren fühlte und bei einer solchen Entscheidung eine ausführliche Debatte forderte.

 

So wollen freie Wähler und Stadtverwaltung den Verkehrsfluss am Luitpoldkreisel erhöhen. Der Verkehrsausschuss stellte jetzt eine erste Weiche. Entwurf: Stadt/FW

 

Verlegt werden soll auch der Zebrastreifen in der Luitpoldstraße - und zwar in Richtung Süden, zur Einmündung der Ottostraße. Foto: Raffler

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