Tierschutz
Füssener Jäger retten Rehkitze jetzt aus der Luft

Rehkitze vor dem Mähtod bewahren ist jetzt für Füssener Jäger auch aus der Luft möglich.
  • Rehkitze vor dem Mähtod bewahren ist jetzt für Füssener Jäger auch aus der Luft möglich.
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Camilla Schulz

„Damit erweisen Sie vielen Tieren einen großen Dienst.“ Mit diesen Worten bedankte sich Isabel Koch während der Vorstellung zweier Drohnen zur Rettung von Rehkitzen vor dem Mähtod bei Gisela Egner und allen anderen Geldgebern. Die Vorsitzende der Kreisgruppe Füssen des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) und die Chefin des Tierschutzvereins Arche Noah aus Seeg hatten zueinandergefunden, weil die Eine eine solche Drohne kaufen wollte und die Andere gerade Geld dafür hatte.

Begonnen hat alles damit, dass „eine Kollegin mir erzählt hat, wie sie bei einer Kitzrettung zu Fuß mitgemacht hat und was das für ein Aufwand war“, berichtet Egner. Daraufhin kam ihr der Gedenke, dass das mit einer Drohne einfacher gehen müsste. Dank einer Erbschaft war der Tierschutzverein auch in der Lage eine zu kaufen. Doch wer sollte sie fliegen? Um diese Frage zu beantworten, nahm Egner Kontakt zum Veterinäramt Ostallgäu auf.

Dort erfuhr die Tierschützerin von einem Projekt der Jäger zur Kitzrettung per Luftunterstützung. Denn Koch hatte dieses kurz vorher im Landratsamt vorgestellt. Es beinhaltete ein Crowdfunding in Zusammenarbeit mit der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu, um Spenden für eine Drohne zu sammeln. Darüber kamen 5.820 Euro zusammen. Die Spendenbereitschaft war laut Koch sehr gut. Es waren auch einige Gemeinden dabei. Die höchste Einzelspende über 700 Euro kam von der Bank selbst. „711 Euro fehlen nun noch, für den Kauf einer Drohne“, sagt Koch.

Das wäre dann die dritte. Die erste im Wert von circa 9.000 Euro bekamen die Jäger vom Tierschutzverein Arche Noah, eine zweite gebrauchte von einem Privatmann. Letztere allerdings ist nicht mit einer Thermalkamera ausgerüstet und kann daher keine Wärmequellen finden, sondern nur normale Bilder liefern. „Eine Nachrüstung ist teuer, und wir bräuchten einen Tüftler, der das machen kann“, sagt Koch. „Wir haben das aber überlegt, weil wir mit drei Drohnen alle unsere drei Hegeringe abdecken könnten.“ Denn wenn die Bauern mähen, muss es oft schnell gehen.

Wir haben Isabel Koch im Juni bei der Rettung von Rehkitzen mit der Kamera begleitet:

Mehr über die Drohnen zur Rehkitzrettung lesen Sie in der Freitagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 16.11.2018.

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