Veranstaltungen
Füssener Bürgermeister und Werbegemeinschaft-Chef weiter uneins

Auf keinen gemeinsamen Nenner kommen Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Klaus Keller (Freie Wähler), wenn es darum geht, wer für die Reibungspunkte im Verhältnis zwischen Kommune und Werbegemeinschaft verantwortlich ist. Das zeigte die jüngste Aussprache im Stadtrat. Die zog sich so in die Länge, dass Dr. Martin Metzger (Bürger für Füssen) schließlich beide bat, das persönliche Gespräch zu suchen – der Sitzungssaal sei der falsche Ort.

Wie berichtet, gibt es immer wieder Knatsch zwischen Iacob und Keller – oft geht es um Veranstaltungen. 'Immer soll die Verwaltung Schuld haben', wunderte sich Uli Pickl (SPD) und löste so die Debatte aus, die sich um zwei Punkte drehte:

Einkaufsnacht: Wenige Stunden vor der langen Einkaufs- und Kulturnacht der Werbegemeinschaft erhielt deren Vorsitzender Keller von der Stadtverwaltung eine E-Mail, wonach die Lichterschalen in der Altstadt nicht aufgestellt werden sollten. 'Im vergangenen Jahr war Wachs ausgelaufen', so Keller. Daher habe Stellvertreterin Sabina Riegger dieses Jahr frühzeitig bei der Stadt nachgefragt, ob man wieder Lichterschalen aufstellen könne.

Nachdem sie grünes Licht erhalten habe, habe man die Schalen gekauft. Dass dann so kurzfristig noch eine Absage kam, habe für Verärgerung gesorgt. 'Wir hatten im Haus überhaupt keine Anfrage', widersprach Iacob. Erst am Tag der Einkaufsnacht habe die Verwaltung über den Bauhof erfahren, dass Lichterschalen aufgestellt werden sollten. Das hätte man aber nur genehmigt, wenn die Werbegemeinschaft für die Reinigungskosten aufgekommen wäre.

Nikolausmarkt: Ende September habe die Werbegemeinschaft Iacob in Kenntnis gesetzt, dass sie die Organisation mit den Ständen nicht mehr wahrnehmen werde, so Keller. In einem Gespräch habe der versichert, dass die Stadt dies übernehmen werde. Das habe er keineswegs zugesagt, konterte der Rathauschef.

Denn die komplette Organisation, die zuvor Marieluise Prudlo geleistet hatte, könne man nicht so kurzfristig stemmen. Man werde aber Vereinen auf Anfrage Standorte für Stände zuweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Interpretation von Gesprächsinhalten kündigte Iacob gegenüber der AZ an, mit Keller in Zukunft nur noch Verhandlungen zu führen, wenn ein Vertreter der Stadtverwaltung zugegen ist.

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