Bauprojekt problematisch
Fridays for Future kritisieren Tunnelprojekt in Füssen

Fridays for Future Füssen/Pfronten sind nicht grundsätzlich gegen den geplanten Tunnelbau in der Füssener Innenstadt. Allerdings fordern sie, dass Umweltfaktoren und die Meinung der Bevölkerung stärker berücksichtigt werden sollten.  (Symbolbild)
  • Fridays for Future Füssen/Pfronten sind nicht grundsätzlich gegen den geplanten Tunnelbau in der Füssener Innenstadt. Allerdings fordern sie, dass Umweltfaktoren und die Meinung der Bevölkerung stärker berücksichtigt werden sollten. (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Svenja Moller

Der Bau eines Tunnels in der Füssener Innenstadt wird von der Gruppe Fridays for Future Füssen/Pfronten kritisiert. Aus umweltpolitischer Sicht sei der Bau aus mehreren Gründen problematisch, so Michelle Derbach, die Hauptorganisatorin der Gruppe in einer Pressemitteilung. 

Projekt führt zu Umweltschäden

Fridays for Future Füssen/Pfronten hält es für wichtiger Radwege und öffentliche Verkehrsmittel weiter auszubauen. Die Gruppe beruft sich laut Pressemitteilung auf Experten, die sich einig seien, dass neue Verkehrswege den Verkehr sogar noch erhöhen könnten. Außerdem hätten Geologen der Scientists for Future in München festgestellt, dass eine Machbarkeitsstudie nicht den Umweltschutz beinhalte. Vor allem die Schutzgüter Wasser und Klima sind in der Studie nicht berücksichtigt worden. Es sei auch der Katastrophenfall nicht mit einbezogen worden, wenn beispielsweise durch Starkregen der Tunnel gesperrt werden muss. Die Gruppe merkt auch an, dass durch den Tunnel auch die CO2-Emission erhöht wird. Weil viele Pflanzen dem Bauprojekt weichen müssten, würden diese fehlen um das CO2 zu binden. 

Ladeneigentümer gegen Tunnelbau

Die Gruppe bittet den Stadtrat Füssen das Projekt auf die genannten Mängel abzuklopfen und die Bevölkerung stärker mit einzubinden. Eine von Fridays for Future durchgeführte Umfrage habe nämlich ergeben, dass 96 Prozent der Geschäftsinhaberinnen und Inhaber gegen den Bau eines Stadttunnels sei. Die Gründe seien unterschiedlich, einige befürchten das Projekt könne zu teuer und geschäftsschädigend sein. Die Eigentümer der Geschäfte wiesen darauf hin, dass ähnliche Bauprojekte, wie Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen BER, weit mehr Geld gekostet hatten als geplant. 

Kein "Nein" zum Tunnel

"Wir sagen grundsätzlich nicht Nein zum Autotunnel! Aber die oben angeführten Probleme müssen erörtert und mit der Füssener Bevölkerung gelöst werden. Wir sagen Ja zu einer menschenfreundlichen Stadtentwicklung. Ja zu einer lebenswerten und gesunden Stadt! Ja zu einem lebendigen Füssen! Aber Nein zu einer schlechteren Ökobilanz!", so Michelle Derbach in der Pressemitteilung.

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