Fußball
FC Füssen bietet jungen Torhütern eine spezielle Förderung

Rund 190 Meter groß und gut austrainiert bis zu 90 Kilo schwer: So stellt sich Magnus Köpf, Torwarttrainer für den Nachwuchs des FC Füssen Tim Heese in einigen Jahren vor. Timmy, der am frühen Abend Freistöße eines Teamkameraden gut abfängt, kommt derzeit vielleicht gerade einmal auf 1,70 Meter Körpergröße und mit seinen 13 Jahren wirkt er seinem Alter entsprechend doch eher schmächtig als athletisch.

Doch Tim Heese hat nach Meinung seiner Trainer Talent. << Ich bin bei den C-Junioren in der Kreisliga beim FC Füssen die Nummer eins. Dafür, dass ich im Tor stehe, muss ich mit Albin fleißig trainieren, hat mir unser Trainer gesagt. >>

Albin Toplana ist ein Jahr jünger als Timmy, stand bei den D-Junioren im Tor und versucht nach einer Verletzung, den Anschluss an die frühere Leistungsstärke zu finden. Beim Traditionsklub soll den Buben Fußballspielen in erster Linie Spaß machen. Darüber hinaus werden Talente gezielt gefördert. Magnus Köpf, der als Freund von Jugendtrainer Hans Malzer bereits in Schwangau den Nachwuchs trainiert hat, ist kein Geringerer als der Libero des Teams, das in der Saison 1975/1976 in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Köpf hat schon seinem Sohn Christian beigebracht, was ein guter Keeper können muss. Gleiches macht er nun zweimal in der Woche mit dem Nachwuchs des FC Füssen.

Köpf gibt dem Schützen neue Anweisungen: Hoch sollen die nächsten acht Bälle auf das Tor kommen, nicht mehr so flach ins Eck. << Albin und ich sind schon ein wenig stolz, dass wir einen eigenen, erfahrenen Torwarttrainer haben >>, sagt Tim beim Einsammeln der Bälle. Über eine Stunde hat er konzentriert auf der Linie auf die platzierten Schüsse gewartet, um sie zu parieren. << Wer ihn beobachtet, merkt: Er ist hellwach >>, sagt Malzer über sein Talent. << Die Körpersprache ist für einen Torwart sehr wichtig >>, betont Köpf. << Früher wurde im Jugendtraining einfach nur aufs Tor gebolzt >>, ergänzt Malzer. << Es ist aber wichtig, dass wir die Torleute speziell schulen. >> Wenngleich ein Torhüter heute auch gut Fußball spielen können muss.

Schritt für Schritt entwickeln

<< Ich war mal Stürmer >>, verrät Tim. Dann ging er im Schulsport aus Spaß ins Tor. << Und weil ich meine Sache nicht schlecht gemacht habe, ist das meine neue Position geworden >>. Tim Heese ist aus Roßhaupten. Als er vergangenes Jahr ins Probetraining nach Füssen eingeladen wurde, hatte ihm nicht jeder seiner Mitspieler gratuliert. << So ist es mir leichter gefallen, zum FC zu wechseln >>, kommentiert er diese nicht ganz leichte Erfahrung. Und doch hat es ihm geholfen: Denn schnell wurde Tim klar, dass auch er nichts geschenkt bekommen würde - und er hart arbeiten muss.

Neben << ein bisschen Tischtennisspielen >> sind die freien Stunden des Schülers am Gymnasium in Hohenschwangau völlig mit Fußball ausgefüllt. Tim macht das viel Spaß, weil er merkt: Er kann sich mit Hilfe seines Torwarttrainers Köpf Schritt für Schritt weiterentwickeln. Das nächste Ziel hat der 13-Jährige bereits vor Augen: Im Pokalspiel gegen Seeg am Samstag soll ihn keiner dieser hohen Bälle unter die Latte überraschen, die im Training noch viel zu oft im Netz gelandet sind. Trainer Köpf nimmt es gelassen: << Er ist ja noch ein Bub >>, sagt er väterlich.

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