Geschichte
Faszinierende Fotos und Modelle

Nach vier Jahren Bauzeit füllte sich 1954 das Seebecken des Forggensees zum ersten Mal. Energiegewinn, Schutz vor Hochwasser und die Sicherung des Donauwasserstandes waren Gründe, diesen großen Stausee zu schaffen. Wie sich der Forggensee entwickelt hat und wie das Wasserkraftwerk entstand, zeigt die Ausstellung '60 Jahre Forggensee'.

In der Ausstellung erfährt der Besucher zum Beispiel, dass die Firma Siemens 1898 Grundstücke im Bereich des Lechdurchbruchs erwarb und eine Konzession zum Bau einer Wasserkraftanlage erhielt, die 1907 wieder erlosch. Die königliche oberste Baubehörde verfasste jedoch im gleichen Jahr eine Studie zur systematischen Nutzung der Wasserkraft in Bayern.

In dieser wird der Bau eines Speichersees bei Roßhaupten zur Energiegewinnung und zum Hochwasserschutz angeregt. Der Erste Weltkrieg jedoch stoppte alle Pläne. Als er vorbei war, erwachte durch den steigenden Strombedarf das Interesse am Bau des Lechspeichers wieder. 1940 wurde die Bayerische Wasserkraftwerke AG (BAWAG) gegründet - mit dem Ziel, Lech, Untere Isar und Obere Donau mit Kraftwerken auszubauen.

Der geplante Baubeginn des Speichers Roßhaupten im Jahr 1940, wurde wegen des Zweiten Weltkriegs zurückgestellt. Danach wurden die Pläne wieder aufgenommen. 1950 begann die BAWAG mit dem Bau des Forggensees als Energiespeicher und zum Hochwasserschutz. Dafür mussten insgesamt 50 bewohnte Gebäude, darunter 16 Bauernhöfe umgesiedelt werden.

Die Ausstellung zeigt fast 100 schwarz-weiß Fotos aus den Archiven der BAWAG, heute Eon, sowie einen Film über den Kraftwerksbau und ein Modell der Arbeiten von Walter Altmannshofer. Jeder Bauabschnitt der damals größten Baustelle Europas wurde von einem Fotografen im Bild festgehalten. Die Fotos zeigen die technischen Höchstleistungen dieses gewaltigen Bauwerks.

Die Fotos zeigen aber auch die Menschen, die in ärmlicher Kleidung unter schwierigsten Arbeitsbedingungen diese Leistungen möglich machten. Öffnungszeiten: bis 22. Juni, Freitag 17.30 bis 20 Uhr und Sonntag 14 bis 20 Uhr. Anmeldungen für Führungen bei Walter Altmannshofer unter 0 83 67/6 06.

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