Flurneuordnung
Fast 300 Hektar Grund in Pfronten-Rehbichel und Kappel werden überprüft und neu geordnet

'Es ist ein langwieriges Verfahren, aber es wird nichts übergestülpt.' Das betonte Pfrontens Bürgermeister Beppo Zeislmeier vor rund 25 Grundstückseigentümern, die sich über das Flurneuordnungsverfahren in Kappel und Rehbichel sowie in Randbereichen von Kreuzegg und Weißbach informieren wollten. Christian Kreye, Sachgebietsleiter Land- und Dorfentwicklung beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), stellte die Ziele, die Kosten und Förderungsmöglichkeiten sowie den Ablauf des Flurneuordnungsverfahrens dar. Das Verfahren werde von der Teilnehmergemeinschaft der Grundstückseigentümer abgewickelt.

Die seit 2003 laufenden Vorbereitungen umfassen ein Gebiet von rund 295 Hektar und betreffen 203 Besitzstände, erklärte Kreye. Etwa 2500 Meter Gemeindeverbindungsstraßen, 6000 Meter landwirtschaftliche Wege und 650 Meter Fuß-, Rad- und Wanderwege werden von der Flurneuordnung betroffen sein.

Ziele des Verfahrens sind die Neuordnung der land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke unter betriebswirtschaftlichen Erfordernissen mit Berücksichtigung von Natur- und Landschaftsschutz und Freizeitnutzung. Dazu komme die Verbesserung der Verkehrsverbindungen und der Rad- und Wanderwege.

Die Kosten für den Straßen- und Wegebau betragen voraussichtlich rund 1,75 Millionen Euro. Davon übernimmt das ALE maximal 1,25 Millionen. Die Gemeinde Pfronten wird sich mit 400 000 Euro beteiligen. Die Grundstückseigentümer werden etwa 125 000 Euro aufbringen müssen.

Diese Kosten beziehen sich auf die sogenannten gemeinschaftlichen Anlagen – zum Beispiel Wege, die ausschließlich der Landwirtschaft dienen. Je nach Flurlage müssen die Eigentümer mit folgenden Kosten rechnen: Rehbichel rund 500 Euro/Hektar, Kappel rund 400 Euro/Hektar sowie Weißbach und Kreuzegg 50 bis 100 Euro/Hektar.

In der Diskussion wurde die Frage gestellt, ob ein Grundstückseigentümer sich weigern könne, an der Flurneuordnung teilzunehmen. Dies sei nicht möglich, da sonst 'die Ziele nicht erreichbar sind, wenn einzelne Grundstücke herausgenommen werden', betonte Kreye.

Allerdings seien natürlich Rechtsmittel gegen das Verfahren möglich. Im Übrigen bringe die Flurneuordnung nur Vorteile für die Grundstückseigner und Landwirte, sodass es keinen Grund gäbe, sich nicht an diesem Verfahren zu beteiligen. Was die landwirtschaftlich nicht nutzbaren Moorflächen betrifft, gäbe es auch die Möglichkeit, diese an die Gemeinde zu veräußern.

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