Eishockey
EVF beeindruckt trotz Niederlage

Der äußere Rahmen passte. Exakt 1922 Zuschauer fanden sich in der Füssener Arena ein, um 88 Jahre des Eishockey-Clubs mit dem Spiel des EVF gegen den SC Riessersee zu feiern. Dass am Ende der Spitzenreiter aus dem Werdenfelser Land knapp mit 4:3 die Nase vorn hatte störte ein bisschen die Feierlaune.

Aber wie sich die Mannschaft gegen den Tabellenführer der Oberliga Süd zur Wehr setzte, war beeindruckend. Füssen hatte vor allem im ersten Drittel ein deutliches Übergewicht, nur die Torausbeute war zu gering. Vier individuelle Abwehrfehler des Füssener Teams begünstigten den SC Riessersee bei seinem knappen 4:3 (2:2, 0:0, 2:1)-Erfolg.

Gastgeschenke

In den ersten Minuten warf Füssen alles in die Waagschale und setzte Angriff auf Angriff. Doch der erste Treffer gelang den Gästen: Scott Bartlett nutzte die sich bietende Chance in der 6. Minute. Bereits im Gegenzug konnte Marian Okonek zum 1:1 ausgleichen. Dann war wieder der Tabellenführer am Zug. Kyle Doyle verwandelte in der 9. Minute eiskalt. Füssen vertändelte die Scheibe im eigenen Drittel - und das Gastgeschenk nahmen die Spieler von Trainer Marcus Bleicher dankend an. So musste der EV Füssen wieder einem Rückstand nachlaufen - trotz des optischen Übergewichts im ersten Spielabschnitt. Immerhin: Eine Puckstafette, von Andrej Naumann ausgehend, erreichte Johannes Mayr. Und der setzte gekonnt Sascha Holz ein, der den Riesserseer Schlussmann zum 2:2- Ausgleich noch vor der Pause überwand.

Leider waren beide Mannschaften im zweiten Drittel nicht mehr vom Offensivdrang geprägt. Vieles blieb hier Stückwerk, auf beiden Seiten war sehr viel Sand im Getriebe. Zwei Schüsse ans Gestänge sind erwähnenswert. Der EV Füssen zwar bemüht, aber Zwingendes blieb in diesem torlosen Mitteldrittel Mangelware. Das Positive: Beide Mannschaften agierten recht fair.

Im Schlussdrittel wurde wieder mehr Fahrt aufgenommen. Duplizität der Ereignisse: Wieder schaffte Riessersee die Führung. Diesmal schoss Verteidiger Josef Staltmayer am verdutzten Füssener Torwart André Irrgang zum 2:3 ein. Doch Moral und Siegeswillen stimmten beim Hausherrn. Eine Minute später war es Veit Holzmann, der wiederum das Remis besorgte.

Nun gab es auf beiden Seiten Chancen für Tore. Um seine Bemühungen gebracht wurde der EVF in der 55. Minute, als Marcus Weber zum 3:4 einnetzte. Füssen hatte wieder einmal die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel herausgebracht. Trotz Chancen bis in die Schlusssekunden hinein reichte es dann nicht mehr, wenigstens einen Teilerfog zu verbuchen.

Fazit: Trotz größerer Spielanteile verlor der EVF das Spiel gegen den SC Riessersee vor der bis dato Saisonrekordkulisse. So leicht hatten es die Holzmann-Schützlinge noch nie, gegen den Ligaprimus zu gewinnen.

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