Lechweg
Erste Begehung zeigt: Mehr Pausen nötig für Durchschnittswanderer auf der Route von Lech nach Füssen

Er soll die erste Wanderstrecke werden, die mit einem «Europäischen Qualitätszertifikat» glänzen kann: der Lechweg, der ab dem kommenden Jahr Wanderer auf die 125 Kilometer lange Strecke von Lech nach Füssen locken soll. Bei der ersten Komplettbegehung zeigte sich indes: Die Idee, den Weg in sechs Etappen zu absolvieren, dürfte manche Durchschnittswanderer überfordern.

Deshalb werden jetzt Varianten mit sieben oder acht Etappen geplant, damit mehr Zeit für den Landschaftsgenuss oder die Besichtigung einzelner Sehenswürdigkeiten bleibt.

An dem << Europäischen Qualitätszertifikat >> für den Lechweg arbeiten zur Zeit Lech Zürs Tourismus, Tourismus Warth-Schröcken, der Tourismusverband Lechtal, der Tourismusverband Naturparkregion Reutte und Füssen Tourismus und Marketing (FTM). Sie führten vor kurzem eine erste Komplettbegehung durch. Dabei wollten sie erkunden, ob die Qualität des Wegeverlaufs und des Wandererlebnisses an allen Stellen auf hohem Niveau sichergestellt ist und die Einteilung ihres << Produkts für Wanderer >> in sechs Etappen sinnvoll ist. Man geht von einer durchschnittlichen Wandergeschwindigkeit von etwa dreieinhalb Kilometer pro Stunde aus. Denn Ziel sei es, dem << normalen >> Wanderer leichtes Wandern im Alpenbereich ohne alpine Beanspruchung anzubieten.

Das ist auch die Meinung von Professor Hubert Schwärzler, der rund 40 Jahre Tourismuschef in Lech war: Angestrebt werde ein << Genusswandern >> mit dem Ziel, dass Menschen zu sich selbst, zur inneren Ruhe finden. Das spürte auch Jessy Flisar, Produktmanagerin für Natur und Gesundheit bei FTM. Auf sie wirkte das Gehen direkt am Ufer mit dem angenehmen Plätschern des vorbeifließenden Lechs sehr entspannend.

Vorgaben für die Europa-Zertifizierung gibt es unter anderem für die Wege selbst. Sie müssen zum Beispiel möglichst naturbelassen sein.

Auch müssen sich die Verantwortlichen Gedanken um zusätzliche Serviceleistungen bei Beherbergung und Gastronomie machen: Übernachtungen nur für eine Nacht, kohlehydratreiche Mahlzeiten, Trockenservice, Hol- und Bringdienste und vieles mehr.

Blick vom Kalvarienberg

Die letzte Etappe, so FTM-Chef Stefan Fredlmeier, werde man vor Erreichen des Lechfalls über den Kalvarienberg führen. Von dort gibt es einen herrlichen Blick auf Füssen mit dem Hohen Schloss und dem Benediktinerkloster St. Mang. In östlicher Richtung liegen die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Durch das Fällen weniger Fichten wird eine dritte Sichtachse entstehen, die einen letzten Blick ins Lechtal zulässt. Der Begehung schloss sich Jan Heenop aus Südafrika an.

Es war für ihn eine wunderbare << Out-Door-Erfahrung in einer sehr schönen Gegend >>. Er, der selbst Trekkingtouren in seiner Heimat organisiert, ist vom Lechweg richtig begeistert.

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