Ausstellung
Entdeckungsreise im Pavillon

Pfrontens Künstler, Kunsthandwerker und Direktvermarkter haben eine neue Heimstatt. Im Pavillon am Rathaus ist ihre Ausstellung feierlich eröffnet worden. Rund zwölf Künstler nutzten zum Auftakt den Raum, der durch den Auszug des Reisebüros Schott leer geworden war, um zu einer Entdeckungsreise durch ihre Werke und Waren einzuladen.

Einer davon ist Reinhart Beck. Der Filigrandrechsler hat bis kurz vor Weihnachten sogar seinen Arbeitsplatz in den Pavillon verlegt. Besucher können ihm bis zum 23. Dezember werktags bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Beck sagt, er sei sehr dankbar für die Verwirklichung dieses Projekts. In Pfronten gebe es «viele gute Kunsthandwerker», die ihren Sitz nicht im Zentrum hätten. Besonders für jene sei eine solche Plattform wichtig.

Aussteller sind froh über die «super Plattform»

Wie für Brigitte Hartmann. Sie führt ihr Blumengeschäft in Kreuzegg und findet, dass der neue Ausstellungsraum «eine super Plattform ist, wo sich jeder, der etwas herstellt, vorstellen kann.» Sie selbst stellt Dekorationen in Schmetterlingsform her. Die Idee dazu sei ihr während einer ihrer Schmetterlingsausstellungen gekommen.

Hartmann und Beck sind nicht die einzigen Schöpfer, die von dem neu gestalteten Pavillon profitieren. Weiterhin findet man Skulpturen und Werke des Holzbildhauers Haymo Aletsee, des Kunstschmieds Philipp Trenkle sowie des Glasbläsers Alexander Endres, und auch Schlittenmacher Christian Osterried stellt dort aus. Wer sich mehr für Schmuck und Edelsteine interessiert, kommt mit Glaswicklerin Anneliese Rist, dem Edelsteinschmuckangebot von Reisebüro Sandner, Kugelschleifer Heinz Schubert und den Ausstellungsstücken des Mineralienmuseums von Reiner Augsten auf seine Kosten. Mit Cordula Brenner und Marco Lombardi aus Eisenberg wurde es auch Auswärtigen ermöglicht, ihre Alpenlandkunst in Pfronten zur Schau zu stellen. Keramikkünstlerin Ellen Torpier und die Gesundheitsschule von Roger Gemmel und Felix Sichert runden das Angebot ab.

Die Aussteller werden abwechselnd Vorführungen in den Räumen des Pavillons anbieten, erklärt Beck. Nach Weihnachten sei dies für zwei Tage die Woche geplant, Dienstag und Donnerstag, an denen die Schmuckstücke auch erworben werden könnten. Analog dazu gebe es die Möglichkeit, auf dem «Pfrontener Kreativpfad» zu wandeln. «Auf der Karte sind alle eingezeichnet, die immer da sind. Man kann dort auch unangemeldet auftauchen», so Beck weiter. Die Karte ist Bestandteil der Broschüre «Kunst und Handwerk Pfronten kreativ» und unter anderem im Ausstellungsraum zu finden. Reinhard Beck sucht man jedoch vergeblich auf der Karte: «Ich bin halt nicht immer da.»

«Ein kleiner Weihnachtsmarkt im Trockenen mit viel Liebe»

Laut Bürgermeister Beppo Zeiselmeier ähnelt der Pavillon einem «kleinen Weihnachtsmarkt im Trockenen, der aus einer leeren Hülle mit viel Liebe und Herzblut geschaffen wurde». (jsch)

Bis Weihnachten hat das Kunst- und Handwerksforum montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr geöffnet (donnerstags bis 18 Uhr). Nach den Festtagen voraussichtlich dienstags und donnerstags.

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