Viehscheid I
Ende des Bergsommers: Tausende Besucher säumen bei Viehscheid in Pfronten die Straßen

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Lautes Schellengeläut und das Geräusch von vielen Hufen auf Asphalt kündigen die Herde in Pfronten an. Im Galopp treiben sie die Hirten und ihre Helfer vor sich her zum großen Scheidplatz bei der Schule, wo die Tiere an ihre auswärtigen Besitzer zurückgegeben werden. Das einheimische Vieh bleibt noch bis in den Oktober hinein auf den unteren Weiden.

Ein strahlend schöner Spätsommertag machte die Rückkehr des Jungviehs von den sieben Galtalpen in Pfronten zum großen Volksfest. Die etwa 500 Tiere, die den Sommer auf den Alpen weideten, machten den Alpabtrieb für ihre Hirten und Treiber nicht zum Spaziergang.

Dass dahinter knochenharte Arbeit steckt, konnten die Zuschauer am Samstag beim Treiben durchs Dorf leicht mit verfolgen: Denn so manches Tier wollte einfach nicht beim großen Schaulaufen mitmachen. Viele Gäste waren von weit her angereist, um das Spektakel zu verfolgen, was an den zahlreichen Dialekten zu hören war. So auch Familie Krämer aus der Nähe von Karlsruhe, die zum ersten Mal in Pfronten war: << Wir sind ganz überrascht, dass der Viehscheid hier so groß ist. >>

Viele Besucher waren im schönen Dirndl und zünftigen Lederhosen unterwegs, andere wirkten in ihrer Aufmachung eher kostümiert.

Willkommenes Fotomotiv

Krachen ließen es auch elf gestandene Mannsbilder aus dem Münsterland, die eigens zum Viehscheid ins Allgäu reisen. Im Vorjahr nach Oberstdorf, diesmal nach Pfronten. Ihr Fazit: << Der Viehscheid in Pfronten ist noch familiärer. >> Mit ihren bunten Kränzen waren die kräftigsten Tiere ein willkommenes Fotomotiv der Urlauber und waren auch am Scheidplatz dicht umlagert. So manche kleine Kinderhand streichelte mutig den großen geschmückten Kopf.

Was wäre ein Viehscheid ohne Festzelt? Flotte Weisen spielte die Harmoniemusik unter ihrem Dirigenten Josef Mörz, derweil die Gäste sich eine frische Maß Bier und ein Hendl schmecken ließen. Am Nachmittag, zur Verleihung der gestifteten Schellen an die Hirten, kamen auch Bierkönigin Kathrin III. aus Rettenberg und Heukönigin Sandra I. aus Pfronten. Bernd Mayer, Vorsitzender des Rechtlerverbandes, und Bürgermeister Beppo Zeislmeier dankten den Hirten für ihre wichtige Arbeit im Sommer und übergaben die großen Schellen und Ehrengeschenke. Tanz und Musik gab es dann bis in die Nacht mit der Showband << Herz-Ass >>.

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