Erdloch
Einsturzgefahr: Experten untersuchen ehemalige Buchinger Bergbaustollen

Von Gittern versperrt und mit einem Warnschild versehen ist der Zugang zum ehemaligen Michael-Stollen in Buching-Pfefferbichl. Nur wenige Meter entfernt von dort ist vor einem Jahr Kuh Regina in einem Erdloch verschwunden.
  • Von Gittern versperrt und mit einem Warnschild versehen ist der Zugang zum ehemaligen Michael-Stollen in Buching-Pfefferbichl. Nur wenige Meter entfernt von dort ist vor einem Jahr Kuh Regina in einem Erdloch verschwunden.
  • Foto: Benedikt Siegert
  • hochgeladen von Holger Mock

Begonnen hat alles mit einer Kuh. Vor fast einem Jahr verschwand die damals neun Jahre alte und trächtige Regina spurlos von ihrer Weide bei Pfefferbichl, einem Ortsteil von Halblech. Fünf Tage später fand sie ein Wanderer nichtsahndend und unversehrt in einem Erdloch.

Viele überregionale Medien berichteten damals über die kuriose Kuh-Geschichte aus dem Allgäu. Und so beginnt sich auch das bayerische Bergamt Süd für die Geschichte zu interessieren. Denn das trächtige Tier ist in einem ehemaligen Stollen eingebrochen, wo Ende der 40er Jahre Braunkohle abgebaut worden war. Und genau dort sollen nun ab der nächsten Woche Probebohrungen stattfinden.

„Um das Risiko weiterer Einbrüche abschätzen zu können, erkundet das Bergamt Südbayern mit externen Sachverständigen nun den genauen Verlauf der unterirdischen Vorkommen“, sagt Verena Gros, Pressesprecherin der Regierung von Oberbayern. Sechs Wochen werden die Arbeiten in Pfefferbichl dann voraussichtlich andauern. „Mittels der Bohrungen sollen die tatsächliche Lage und der Zustand der Stollen ermittelt und bei Bedarf umgehend Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden“, sagt Gros. Man will verhindern, dass nach der Kuh Regina vielleicht bald auch Menschen in Löcher absinken könnten oder sogar die ganze Straße absackt.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 23.04.2019.

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