Einbruchserie
Einbruchserie im Füssener Land aufgeklärt: Polizei legt sechsköpfiger Diebesbande das Handwerk

Sie drangen mit brachialer Gewalt in Gaststätten, Kioske, Kindergärten und Vereinsheime ein. Sie knackten die Kassen zahlreicher Geschäfte. Sie stahlen laut Polizei rund 100 Reifen und ein Auto, das sie später am Ortsrand von Schwangau im Lech versenkten: Sechs junge Männer waren seit Sommer 2011 für eine ganze Serie von Straftaten übers Füssener Land hinaus verantwortlich. Dank akribischer Tatortarbeit und Hinweisen aus der Bevölkerung kamen die Ermittler aus Füssen und Pfronten den 21 bis 28 Jahre alten, teils vorbestraften Männern jetzt auf die Spur. Gegen drei von ihnen hat der Haftrichter am Wochenende Haftbefehl erlassen.

Bis zu drei Einbrüche pro Nacht

Gut 30 Einbrüche habe die Polizei dem in großen Teilen aktenkundigen Sextett bereits zuordnen können, so Füssens Polizeichef Markus Eisenlauer. Wobei insgesamt aber wohl 40 bis 50 Straftaten aufs Konto der Bande gingen. Die Mitglieder stammen nach den Ermittlungen aus Füssen und den umliegenden Gemeinden und gingen stets in wechselnder Besetzung auf Beutezug.

'Anfangs begingen die Täter nur gelegentliche Einbrüche, das steigerte sich im Lauf ihrer kriminellen Karriere auf bis zu drei Straftaten pro Nacht', erläutert Eisenlauer. Wobei die Täter am Ende immer dreister ans Werk gegangen seien – so suchten sie zuletzt in Füssen und in Hopferau-Lehern ein und denselben Tatort zweimal hintereinander heim. Laut Eisenlauer ist nicht auszuschließen, dass es im Umfeld weitere Mittäter gibt.

Obwohl die jungen Männer in den meisten Fällen nur wenig Beute machten, summieren sich gestohlenes Bargeld und Sachwerte auf rund 30 000 Euro. Ein guter Teil davon entfällt auf rund 100 Reifen (entwendet von einem Reifenhändler in Marktoberdorf) sowie auf einen BMW, den sie vom Hof eines Autohauses in Wangen stahlen. Der später im Lech versenkte Wagen wurde von einem Polizeihubschrauber aus entdeckt und im November geborgen. Der Gesamtschaden der Diebstähle beläuft sich laut Polizei auf gut 30 000 Euro.

Schon früh war den Ermittlern klar, dass es sich bei den Einbrechern um ortskundige Täter handeln muss. Mehrere Hausdurchsuchungen, bei denen Beute, Bargeld und Tatwerkzeug sichergestellt wurden, hätten jetzt den entscheidenden Beweis geliefert. 'Die akribische Tatortarbeit der Beamten aus Füssen und Pfronten hat diesen Erfolg ermöglicht', freut sich Eisenlauer.

Auf die Täter komme nun eine empfindliche Strafe zu: Das Strafgesetzbuch sieht bei Bandendiebstahl eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten vor.

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