Medizin
Dr. Winfried Eschholz ist der neue Chefarzt der Gynäkologie in Füssen

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Zehn gesunde Babys sind es schon, die in der Füssener Klinik in der neu eingeläuteten Chefarzt-Ära inzwischen das Licht der Welt erblickt haben: Dr. Winfried Eschholz, der im April verantwortlich für die Klinik-Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe wurde, hatte am Krankenhaus in Füssen freilich schon Monate vorher glückliche Eltern und ihr Neugeborenes fürsorglich betreut. 'Im November arbeitete ich im Füssener Krankenhaus als Vertretung der Kollegen. Von Anfang an gefiel mir die Atmosphäre an diesem kleinen, aber feinen Haus gut.' Station vor Füssen war die Frauenklinik in Kaufbeuren.

Ein solcher Wechsel von Klinik zu Klinik in der Region wirft keine Fragen auf. Wie der aus Gießen stammende Facharzt aber vom westfälischen Olpe ins Allgäu kam, verlangt geradezu nach einer Erklärung.

Er wollte sich 'verändern' und folgte einer Erfahrung, die sein jüngerer Bruder, auch ein Arzt, inzwischen gemacht hatte und mit Begeisterung im Familienkreis mitteilte: 'Ein Arbeitsplatz-Wechsel sollte genau dorthin führen, wo man sich am wohlsten fühlt.' Für seinen Bruder war der Schwarzwald das Ziel – 'mich zogen die Berge im Allgäu an'. Er zögerte nicht lange. 'Ich nahm nach erfolgreicher Bewerbung die freie Stelle in Kaufbeuren dankend an.'

Der Rückblick auf seine Berufsbiografie weist durchaus, wie Eschholz betont, 'Brüche' auf. 'Mein Vater war Staatsanwalt, ich wollte jedoch kein Jurist, sondern Künstler werden.' Der Druck, eine Mappe mit eigenen kreativen Arbeiten an einer Akademie termingerecht einzureichen, habe ihm nicht behagt.

'Ein Freund brachte mich auf die Idee, Medizin zu studieren. Hier war ich genau richtig.' Studierende der Humanmedizin müssen sich später bekanntlich spezialisieren. In der Neurologie und Psychiatrie hatte Eschholz seine eigene Zukunft als Facharzt gesehen.

'Die Situation auf dem Arbeitsmarkt für junge Ärzte hatte sich zu dieser Zeit nicht gut entwickelt.' So nahm er sofort an, was sich ihm bot. Das war die Gynäkologie, 'zum Glück', wie der Mediziner unterstreicht, der sich viel Zeit für Gespräche nimmt.

'Im OP wiederum ist handwerkliches Geschick gefragt, das ich habe.' Seine sensiblen Hände setzt er in der Freizeit auch für grobe Arbeiten ein. 'Unser Brennholz habe ich immer selbst gemacht, sieben Raummeter im Jahr.'

Ausgleich zum Berufsleben an der Klinik findet er vor allem bei seinen sportlichen Aktivitäten: Skifahren, Bergsteigen oder Schwimmen und Tauchen. 'Dabei habe ich nie den Stress zu einer besonderen Leistung', betont Dr. Winfried Eschholz. So richtig freuen kann ihn auch die Karte von frischgebackenen Füssener Eltern, die ihm danken für eine 'einfühlsame, ruhige und kompetente Betreuung' in der Klinik bei der Geburt ihres Sohnes.

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