Konzert
Django 3000 spielt am Festwochenende in Eisenberg

Bayerische Texte treffen auf rhythmischen Balkan-Pop, musikalische Versiertheit trifft auf scheinbar grenzenloses Bühnenadrenalin: Seit die 'bayrischen Gitanos' aus dem Chiemgau, Django 3000, vor sechs Jahren mit ihrer 'Heidi' den Durchbruch-Hit landeten, füllen sie regelmäßig ausverkaufte Konzertsäle und Festivalgelände quer durch Bayern genauso wie weit außerhalb ihrer heimatlichen Gefilden.

Berlin oder Hamburg, Indien oder Russland – die Off-Beats und der tanzwütige Polka-Sound der Chiemgauer beweist ohne Zweifel: Musik auf hohem Niveau kennt keine Grenzen, denn Lust auf Tanzen und Feiern haben die Menschen überall. Ihr neues - und mittlerweile viertes – Album 'Im Sturm' begleitet sie durch einen konzertreichen Festivalsommer, in den auch die Gastspiele im Allgäu fest integriert sind.

Eben noch feierten die studierten Musiker eine rauschende Konzertnacht vor tausenden Besuchern des Tollwood Festivals in München. Nun gastieren Django 3000 am Samstag, 15. Juli, ab 20 Uhr im Festzelt in Eisenberg.

Ihr Auftritt ist der Höhepunkt des Festwochenendes anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Musikkapelle Eisenberg sowie des 110-jährigen Jubiläums des Schützenvereins Freyberg-Eisenberg.

Vorab sprachen wir mit Florian Starflinger, der seine Geige virtuos zu den Eigenkompositionen der Band erklingen lässt und bei der Melodie von Mozarts Rondo alla turca höchste Musikalität beweist.

Eure Songtexte im oberbayerischen Heimatdialekt sind genauso Band-Markenzeichen wie die rauschenden Konzert-Partys oder eure markanten Bärte. Und das, obwohl eurer Sänger Kamil ursprünglich aus der Slowakei kommt. Sind sie Erfolgsstrategie oder authentische Liebe zur Band-Heimat?

Kamil ist schon eine Besonderheit. Er kam mit 18 nach Bayern und hat einfach Bayerisch anstatt Deutsch gelernt. Und jetzt kann er gar nicht anders. Unsere Musik stammt ja aus unserer eigenen Feder, denn für uns ist es wichtig, ehrliche Musik zu spielen.

Dazu gehört auch, dass wir in der Sprache unserer Heimat singen. Es ist immer wieder faszinierend, wenn wir sehen, dass unsere Musik bei Menschen aus aller Welt ankommt und das, obwohl unser Publikum in Indien oder Russland die Lyrics garantiert nicht versteht. Musik ist eben eine Sprache, die überall verstanden wird.

Weltoffenheit, Leichtigkeit, abgefahrene Stilsicherheit und hohe Musikalität – diese Attribute bringe ich mit euch in Verbindung. Möchtet ihr etwas hinzufügen oder streichen?

Das klingt schon ziemlich nach uns. Wir möchten, dass den Menschen unsere Musik Spaß macht. Wir haben selbst einfach Bock, auf der Bühne zu stehen und alles zu geben. An vorderster Stelle steht für uns als Vollblut-Musiker aber zweifelsohne die Qualität.

Unser Ziel ist es, hochwertigen Sound mit Leichtigkeit zu versehen, damit unsere Publikum Freude daran hat. Für mich ist Musik nicht nur das Instrumentelle, für mich ist auch das Komponieren unglaublich wichtig. Wir sind ja großteils klassisch ausgebildet und bringen die unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben mit.

Für unser aktuelles Album haben wir zum Beispiel mit Jazz, mal mit einer Prise Heavy Metal oder einem klassischen Thema aus Mozarts 'Rondo alla turca' und Synthesizer experimentiert. Uns ist es immer wichtig, uns selbst treu zu bleiben, aber haben genauso Bock, Neues auszuprobieren und mit unserem Publikum rauschende Konzerte zu feiern.

Jan-Philipp lässt das Schlagzeug glühen, Kamil singt sich die Seele aus dem Leib, du, Florian, fiedelst auf deiner Geige die wildesten Melodien rauf und runter – und eure Fans sind mittendrin statt nur dabei. Wie zündet ihr diese Begeisterung im Publikum von der ersten Sekunde an?

Wir sehen unsere Konzerte als eine Art Liebeserklärung an unser Publikum. Es ist toll zu sehen, wenn der Funke auf unser Publikum überspringt und unsere Lieder so gut ankommen. Wenn wir auf der Bühne stehen und Spaß haben, was das Zeug hält, ist das zu hundert Prozent natürlich – auf der Bühne sind wir einfach, wie wir sind.

Es ist auch überhaupt nicht so, dass es uns gegen Ende einer Tour langweilt, die Titel zu spielen – mit der Zeit kennt man jeden Griff perfekt, da kann man das Repertoire völlig unbeschwert zum Besten geben und es so richtig krachen lassen.

Karten gibt es in der Tourist-Info Eisenberg, 0 83 64/12 37 oder www.allgaeuticket.de. Weitere Infos zum Festwochenende in Eisenberg gibt es unter www.facebook.com/festzelteisenberg

Autor:

Redaktion extra aus Kempten

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