Etat
Die Schulden Seegs steigen leicht an

«Wir können sehr zufrieden sein, dass wir 2011 einen geordneten Haushalt vorlegen können», kommentierte Seegs Bürgermeister Manfred Rinderle die Haushaltberatung jüngst im Gemeinderat.

Im Vorjahr sei es gelungen, «kräftig zu investieren und trotzdem Schulden abzubauen». Auch heuer seien Haushaltspositionen sehr zurückhaltend angesetzt worden, betonte Kämmerer Bernhard Gantner. Das Gremium billigte schließlich den Haushaltsplan 2011 sowie die mittelfristige Finanzplanung bis 2014 bei einer Gegenstimme.

Der Verwaltungshaushalt wird 2011 ein Volumen von rund 4,3 Millionen Euro umfassen und sei damit 630000 Euro höher als im Vorjahr, so Gantner. Mit 654000 Euro werde die Zuführung des Verwaltungshaushaltes an den Vermögenshaushalt wieder deutlich größer sein als 2010 - da betrug sie noch 345000 Euro. Für die darauf folgenden Jahre seien Zuführungen in Höhe von 404000 Euro (2012), 65200 Euro (2013) und 616000 Euro (2014) geplant. Mit diesen Werten seien die Investitionen und die Rückzahlung kommunaler Schulden gesichert.

Insgesamt positiv stelle sich die wirtschaftliche Situation der kommunalen Unternehmen dar, erklärte Gantner. Sowohl die Abwasserbeseitigung, die Wasserversorgung, als auch das Bestattungswesen arbeiteten derzeit kostendeckend.

Allerdings müsse bei der Wasserversorgung über eine Gebührenanpassung nachgedacht werden, da hier ab 2012 mit einer Unterdeckung zu rechnen sei, sagte der Kämmerer.

Nachdem eine Anfrage beim Petitionsausschuss des Landtages ergeben hatte, dass der Betrieb von Kommunalunternehmen (KU) keine Umsatzsteuer-Vorteile bringt, sollen das KU und die «ABS Abwasserbeseitigungs- und Betriebsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH Seeg» aufgelöst und das Abwasserwesen wieder, wie bis 1998, hoheitlich durch die Gemeinde direkt geführt werden, erklärte Gantner.

Pro-Kopf-Verschuldung steigt

Die Verschuldung der Gemeinde Seeg und seiner Bürger wird im Laufe dieses Jahres wegen der Übernahme der Kommunalunternehmen leicht ansteigen: Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf 1513 Euro. In der Finanzplanung bis 2014 ist vorgesehen, dass die Pro-Kopf-Verschuldung im Jahre 2012 auf 1281 Euro sinkt und sich dann bis 2014 auf 1028 Euro je Einwohner vermindert. Die kommunalen Steuern, die am 1. Januar 2009 für die Grundsteuern A von 400 auf 370 und B von 400 auf ebenfalls 370 von Hundert gesenkt wurden, bleiben unverändert. Auch die Gewerbesteuer bleibt mit 320 von Hundert unverändert.

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