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Übung
Die Kreisverbände des Roten Kreuzes Schwaben proben in Pfronten

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Schwerer Unfall im Grenztunnel Füssen. Kilometerlang stauen sich die Fahrzeuge. Das war das angenommene Szenario für die Kontingentübung des Roten Kreuzes Schwaben am Samstag im Ostallgäu. Geübt wird die Bergung sowie Versorgung von 250 Personen, die in der Mittelschule in Pfronten übernachten sollen. «Im Falle des Falles müssen wir vorbereitet sein und alles muss klappen», erklärt Volker Schneider, Landesfachdienstführer des Bayerischen Roten Kreuzes, die erste Übung dieser Art. Den Betreuten soll ein angenehmes Umfeld bereitet werden.

So richten die Helfer beispielsweise einen Raum für Kinder, einen Gebetsraum, einen Ruhe- sowie Rückzugsraum ein. Im Ernstfall sollen zudem alle anwesenden Personen registriert werden. So könne man bei einer eigens eingerichteten Telefonhotline Angehörigen genaue Auskünfte über Zustand und Verbleib der Familienmitglieder geben. Mit 29 Einsatzfahrzeugen sowie 160 Einsatzkräften sind die Helfer des Roten Kreuzes vertreten und haben in kurzer Zeit die Mittelschule in Pfronten zu einem regelrechten Auffanglager umfunktioniert.

«Das Kontingent umfasst normalerweise gut 70 Personen, aber wir wollten allen Helfern die Möglichkeit geben, den Ernstfall zu proben», erklärt Peter Pohl. Die verschiedenen Gruppen etwa für Betreuung, Verpflegung und Transport arbeiten bestens zusammen. Rund zwei Stunden nach dem Alarm waren sie bereit, die ersten Personen aufzunehmen.

Kreisbereitschaftsleiter Pohl freut sich über den Ablauf der Übung: «Ich bin stolz, dass der angenommene Ernstfall im Ostallgäu geprobt wird - und es ist schön zu sehen, wie gut wir aufgestellt sind und wie sicher die einzelnen Kreisverbände zusammenarbeiten.» Uschi Kahler, die Abschnittsleiterin der Verpflegung, ist ebenfalls hoch zufrieden mit der Zusammenarbeit der Verbände. «Sie ergänzen sich optimal, der Bereich Verpflegung hat überhaupt keine Probleme. Und sie wissen: Ohne Mampf kein Kampf», erklärt sie schmunzelnd. Die Begeisterung spiegelt sich am Ergebnis wieder: Die Einsatzkräfte mit ihren drei Küchen bereiten den Helfern ein Essen, das nichts mit der typischen Gulaschkanone zu tun hat.

Finanziert werden Essen sowie andere Gegenstände, wie etwa Bettwäsche, größtenteils aus Spenden und Einnahmen der Bereitschaft. «Wir sind aber auch auf das Wohlwollen von Firmen und Unternehmen angewiesen», sagt Sabine Connemann, Abschnittsleiterin Unterkunft. «Der heutige Tag ist alles in allem ein Erfolg und wir sind zufrieden», erklärt Kreisbereitschaftsleiter Peter Pohl am Ende eines langen Tages

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