Komödie
Die Eule und das Kätzchen mit dem Landestheater Dinkelsbühl gefällt den Zuschauern im Pfrontener Pfarrheim

Hellauf begeistert haben sich die Theaterbesucher vom Wilton-Manhoff-Stück 'Die Eule und das Kätzchen' im Pfarrheim St. Nikolaus in Pfronten gezeigt. In der Tragikkomödie des Landestheaters Dinkelsbühl war viel ernst gemeinte Gesellschaftskritik eingepackt. Ein Möchtegern-Schriftsteller (Thomas Weber) und eine Gelegenheits-Prostituierte (Olga Prokot) lernen sich trotz Streits allmählich zu schätzen und sogar zu lieben. Um vollends ein glückliches Paar zu werden, müssen sie sich aber noch unter viel Seelenschmerz von ihren hochfliegenden Plänen verabschieden.

Mit der Prostitution eng zusammenhängen Begriffe wie Vorverurteilung, Doppelmoral und Heuchelei. Eine unbequeme Erkenntnis lautete: 'Durch Bücher wird man nicht intelligenter, man kann nur sein Wissen erweitern.' Es zeigte sich aber auch, dass Tragik und Komik oft eng beieinanderliegen, die Liebe rational letztlich nicht zu erklären ist und der Mensch sich hauptsächlich selber das Leben schwermacht.

Dass auch ein Bajazzo mal ernst sein kann, wollen die Leute nicht sehen, hieß es im Stück, das mit der sorgenvollen Befürchtung schloss: 'Die Welt geht unter – unter dem dröhnenden Gelächter derer, die meinen, das Ganze wäre ein Scherz.' Wenn es in dem Stück auch spöttisch hieß, 'Nullen werden nur von Nullen geliebt', und 'Man soll die Nacht nicht vor dem Morgen loben', so barg es doch die heimliche Empfehlung, sich immer wieder neu zu verlieben.

'Ich finde die Wandlungsfähigkeit der beiden Schauspieler beachtlich, von ihr eher noch mehr', sagte Zuschauerin Elke Bansa gegenüber unserer Zeitung.

Brunhilde Haf lobte, dass das Stück gut und modern gespielt werde, 'es spricht das Publikum gut an', während Hermann Zweng fand, dass Spiel und Dialoge sehr lebendig seien. 'Es wurden witzige Szenen eingebracht. Die Kulisse ist schön', sagte Franziska Krause, während Maria Merz das Stück schlicht 'sauguat' fand: 'Die Schauspieler stellen die Rollen gut dar. Es ist gut, wenn man den Film vorher gesehen hat.'

Der Applaus wollte nicht enden – und Pfrontener Heuschnaps steht jetzt in Unterfranken.

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