90-Jähriges
Der Seeger Trachtenverein hat sich guat gmacht

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Die vergangenen 20 Jahren haben sich die Lobachtaler 'guat gmacht. Ihr habt eine enorme Aufholjagd gestartet und gehört jetzt zu den guten Vereinen'. Das Lob zum 90-jährigen Bestehen des Seeger Trachten- und Heimatvereins stammt aus berufenem Mund: Gauvorsitzender Walter Sirch lobte so die Lobachtaler, die den Vereinsgeburtstag mit einem großen Fest mit vielen Höhenpunkten feierten. Begonnen hatten die Feeirlichkeiten in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrkirche St. Ulrich. 'A bissle aufgregt bin i scho', meinte Pfarrer Alois Linder. Denn es war das erste Mal, dass er im Allgäuer Dialekt zu den Kirchenbesuchern sprach.

'Aber es war der Wunsch der Seeger Trachtler und die herzliche Verbundenheit zu ihnen und zu meiner Allgäuer Heimat', sagte er. Sämtliche Vereine aus Seeg demonstrierten mit ihrer Anwesenheit ihre Verbundenheit. Die 'Lobachtaler Spitzbuabe' umrahmten mit alpenländischen Melodien den Festgottesdienst.

Als der 'Monika Dreigesang' mit glockenreinen Stimmen das Marienlied 'Wir grüßen dich Mutter der Gnaden' sang, flüsterte eine Zuhörerin ergriffen: 'Sie singen so schön und rührend, dass ich direkt Gänsehaut bekomme.'

Gemeinsam im Zug – allen voran die Harmoniemusik – ging es anschließend in den Festsaal des Gemeindezentrums. Die Trachtenvereine aus Füssen, Rückholz, Rhön, Hopferau, die Gaugruppe des Oberen Lechgau-Verbandes sowie die Jugend- und Aktivgruppe des Festvereins traten abwechselnd auf die Bühne und brachten mit ihren Tänzen viel Stimmung in den Saal.

Natürlich gab es auch Geschenke zum Geburtstag: So überraschte Martin Herget vom Trachtenverein Abtsroda – sie sind Patenkind – mit einer Holzbank, auf der acht Personen Platz finden. Seegs Vorsitzender Franz Fichtl bedankte sich: 'Vor unserem Vereinsheim haben wir einen wunderbaren Platz dafür.' Auch für besondere Ehrungen war dieser Abend wie geschaffen.

Sirch überreichte Heinz Baur vom Oberen Lechgauverband eine Urkunde für vorbildliche Mitarbeit in der Trachtensache während seiner 24-jährigen Tätigkeit als Kassier und meinte schmunzelnd: '24 Jahre hinterm Geld herrenne, des isch a Ehrenurkunde wert.' Vorsitzender Fichtl lobte einen Mann, der stets viel geleistet habe – von der Jugendarbeit bis zum Bau des Vereinsheims: 'Erwin, genannt Fifi, wir möchten dich heute zum Ehrenmitglied ernennen.'

Die Reaktion von Erwin Baur: 'Jessas, i bin doch no it so alt.' Gelächter und Beifall begleitete die Übergabe der Ehrenurkunde.

Dank an den Vorsitzenden

In seiner Laudatio auf Vorsitzenden Fichtl, der für 25 Jahre unermüdlichen Einsatz im Vorstand ausgezeichnet wurde, betonte dessen Stellvertreter Martin Dorn: 'Franz hat mit seiner sympathischen Art den Haufen immer fest zusammengehalten und hat Ungewöhnliches für den Verein geleistet. Wir können keinen Besseren bekommen.' Unter viel Beifall überreichte er ihm eine Urkunde und einen Gutschein für einen Wellnesstag mit seiner Frau. Bei ihr bedankte er sich mit einem Blumenstrauß.

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