Special Ostern ÜBERSICHT

Tradition
Das Schönste am Osterfest ist die gemeinsame Suche nach Eiern und Schokolade vom Osterhasen

Die Suche nach den bunten Eiern ist für die meisten Kinder das Schönste am Osterfest. Eltern, Erzieher und Lehrer wissen, dass Kinder die dazugehörige Geschichte vom Osterhasen, der die Eier auf geheimnisvolle Weise gebracht und versteckt hat, gerne hören.

'Eltern stellen sich auch häufig die Frage, wie sie mit diesem Brauch umgehen sollen', weiß Elisabeth Frank-Keller, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Katholischen Jugendfürsorge in Marktoberdorf. 'Den Kindern die Fabel vom Osterhasen erzählen oder bei der Wahrheit bleiben – das ist die Frage, die Eltern umtreibt.'

Elisabeth Frank-Keller rät, sich zum einen am Alter der Kinder und zum anderen auch am Umfeld des Kindes zu orientieren: Wie wird im Kindergarten und in den befreundeten Familien mit dem Thema umgegangen? Was hören die Kinder dort? 'Im Alter von etwa drei Jahren beginnen Kinder an Fantasiegestalten zu glauben und haben eine ungeheure Vorstellungskraft', erklärt die Erziehungsberaterin. 'Es ist das Alter des magischen Denkens. Wenn dann Eltern oder Erzieher den Kindern erzählen, dass der Osterhase die Nester gefüllt hat, nehmen die Kinder das in aller Regel so an.'

Werden die Kinder älter, beginnen sie, die Geschichte vom Osterhasen zu hinterfragen. Mit etwa sechs Jahren, bei Kindern mit älteren Geschwistern auch schon früher, kommen erste Zweifel auf. In dieser Entwicklungsphase verliert sich allmählich das magische Denken, mit dem die dreijährigen noch die Welt sehen. 'Oft grübeln die Kinder mit ihren Freunden zusammen darüber, ob das alles so sein kann. Einerseits merken sie, dass es den Osterhasen nicht geben kann, andererseits hoffen sie trotzdem darauf, dass er ihnen ein gefülltes Nest bringt', so Elisabeth Frank-Keller.

Illusionen auflösen

Eltern sollten feinfühlig sein und darauf achten, was die Kinder beschäftigt. Wenn sie es genau wissen wollen und beginnen Fragen zu stellen, sollten die Eltern sie dabei unterstützen, die Wahrheit herauszufinden. Zum Beispiel indem man gemeinsam Informationen über Oster-Bräuche sucht und liest. 'Dass sich Illusionen auflösen, ist eine wichtige Lernerfahrung für Kinder', erklärt die Erziehungsberaterin. 'Für die Kinder ist es auch wichtig, tatsächliche Zusammenhänge selbst herauszufinden. Enttäuschung und Misstrauen machen sich dagegen bei den Kindern breit, wenn sie das Gefühl haben, die Eltern haben sie trotz angemeldeter Zweifel belogen.'

Darum ist es für die Eltern wichtig, sich rechtzeitig von der liebegewonnenen Geschichte vom Osterhasen verabschieden zu können. Dem Spaß bei der Suche nach den versteckten Ostereiern tut das meist keinen Abbruch. Denn Kinder lieben Versteckspiele. Infos und Kontakt bei der Psychologische Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung, Meichelbeckstraße 7 in Marktoberdorf sowie unter 0 83 42/9 81 34 mit Außenstelle in Füssen.

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