Baustelle
Dammsanierung am Forggensee läuft nach Plan

Die Sanierung des Forggensee-Staudamms bei Roßhaupten „läuft nach Plan“, sagt Carsten Gollum, Leiter der Kraftwerksgruppe Lech der Uniper Kraftwerke GmbH, die den Stausee betreibt. Es gebe derzeit nur ein bis zwei Wochen Verzug, weil auf der rechten Seite mehr gemacht werden musste. Dort war der Damm maroder, als gedacht. Aus diesem Grund konnte der See laut Uniper bisher auch nicht aufgestaut werden. Ob und wann es heuer noch dazukommt, lässt das Unternehmen weiter offen.

„Wir würden das gern klarer kommunizieren. Aber wir können uns nicht festlegen“, reagiert Uniper-Sprecher Theodorus Reumschüssel auf die vielfache Kritik an der Informationspolitik des Unternehmens. Man brauche beide Optionen: Den Nichtaufstau, falls es die Sicherheit erfordere, und zumindest einen Teilaufstau, um den Erfolg der Sanierung zu sehen. „Wir haben ein Interesse daran, die Auswirkungen auf den Tourismus so gering, wie möglich zu halten“, sagt Reumschüssel. Mit aus diesem Grund laufen die Arbeiten auf Hochtouren. „Wir haben zwei Teams und zwei Bohrgeräte im Einsatz“, sagt Gollum. Jedes Team arbeitet zehn Tage, dann hat es fünf frei. Die Baustelle ist fast täglich und nahezu 24 Stunden in Betrieb. Drei Stunden am Tag muss Pause gemacht werden. Mehr als dieses Arbeitspensum geht laut Gollum aufgrund des Arbeitszeitgesetzes nicht und weil sich Personal und Maschinen sonst gegenseitig behindern würden.

Im Juli dann soll das Schlitzwandgerät anrücken. Damit werden Kerben von oben in den Damm geschlagen, die mit Zement verfüllt werden. Für diese Maschine wurde neben der Straße auch der Radweg auf dem Damm gesperrt. Umgeleitet werden Radler und Fußgänger über einen eigens gebauten Holzsteg am Seitenhang, des Damms.

Derzeit liegt der Pegel des Forggensees 15 Meter unter der normalen Sommerhöhe. Sollte aufgestaut werden, dauert das laut Gollum ein paar Wochen. Konkreter werden will er nicht, da das vom Wetter abhänge. Nach wie vor stellt Uniper einen längeren Aufstau bis 4. November in Aussicht. Ganzjährig voll lassen könne man den See aber nicht. Der Hochwasserschutz dürfe nicht gefährdet werden. Außerdem würde das laut Reumschüssel das sensible Ökosystem des Lechs beeinträchtigen, weil dann dessen Pegel im Winter nicht gehalten werden könne. „Das ist ein hochkomplexes System. Da kann man nicht mal schnell was verändern.“

Mehr über den Stand der Dammsanierung erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 30.06.2018.

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