Neuerscheinung
Caroline Pfundstein erzählt in Enya - Sternenkind

Was bewegt jemanden, ein Buch zu schreiben? Manche Autoren wollen unmittelbar Erlebtes verarbeiten und zugleich anderen Mut machen. Dazu gehört Caroline Pfundstein aus Rieden am Forggensee. Ihr Buch entstand 2011 und hat einen ernsten, tragischen Hintergrund: Ihre Tochter wurde tot geboren.

Das Baby war, das hatten ihr die Ärzte bereits frühzeitig prognostiziert, wegen einer seltenen Erkrankung nicht lebenstüchtig. 'Es hatte keine Chance zum Leben', erzählt die Mutter zweier Söhne im Alter von 15 und 17 Jahren. Besonders Tobias, der ältere der beiden, suchte Antworten auf die Frage, warum seine Schwester nicht leben durfte.

Gedanken bündeln bei der Frage nach dem Warum

So fassten Mutter Caroline und Sohn Tobias – aus seiner Feder stammen die Illustrationen – nach und nach die Idee, die Gedanken zu bündeln, um diese Defizite aufzuarbeiten.

Entstanden ist daraus ein Buch mit dem Titel 'Enya – Sternenkind': Der kleine Lukas steht vor der leeren Wiege, in dem eigentlich sein Schwesterchen liegen sollte. Aber diese ist tot auf die Welt gekommen. Seine Schwester sei im Himmel, erklären die Erwachsenen, um ihn zu trösten. Wenn er seine Mama fragt, warum so kleine Babys überhaupt sterben mussten, fängt sie an zu weinen und sagt nur: 'Sie ist nun ein Sternenkind.'

Und so begibt sich Lukas auf die Suche nach Antworten, spricht mit Menschen in seinem Umfeld. Am Abend, müde vom Erlebten, schlummert er ein und begegnet im Traum seiner Schwester auf der anderen Seite eines Flusses. Sie winkt ihm zu: 'Wir sind beide nicht allein, ich bin jetzt ein Engel und beschütze Dich.

Auch wenn ich nicht bei Dir sein kann, in Deinem Herzen bin ich immer bei Dir.'

Eine Mischung aus Traum und Wirklichkeit

'Dies ist kein trauriges Buch, aber es hat beim Verarbeiten der Situation geholfen', so Pfundstein. 'Es ist eine Mischung aus Traum und Wirklichkeit und mein Sohn und ich haben uns beim Entstehen des Buches gegenseitig immer wieder Impulse gegeben', erzählt sie.

Es soll Betroffenen in derselben Lage Mut machen. Es soll Lesern Hoffnung geben, am Erlebten nicht zu verzweifeln, sondern ein bisschen Kraft für die Zukunft zu vermitteln.

Das Buch endet mit dem Sinnspruch: 'Auch wenn Deine kleinen Füße nie die Erde berührt haben, auch wenn Deine kleinen Hände nie nach den Unseren greifen konnten, so hast Du doch tiefe Spuren in unseren Herzen und in unserem Leben hinterlassen. Wir werden Dich nie vergessen!'

Erschienen ist das Buch ist im Pöllat-Verlag, ISBN 978-3-00-034581-4. Ein Euro pro verkauftem Buch geht an die Aktion 'Sternstunden' des Bayerischen Rundfunks.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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