Mobilfunk
Bürger machen mobil gegen Sendemast

Weißensee Auf energischen Widerstand stoßen die Pläne der Deutschen Telekom, in Weißensee einen bestehenden Mobilfunkmasten abzubauen und an einem neuen Standort zu errichten. Bürger in Oberried haben nun den «Verein zum Schutz von Natur und Wohnraum in und um Oberried am Weißensee» gegründet. «Es ist haarsträubend, wenn die Telekom diesen Plan in die Realität umsetzt», sagt dessen Vorsitzender Walter Braun.

Cordelia Hiller, Pressesprecherin der Telekom, bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung: «Uns liegt eine Kündigung für den jetzigen Standort in Oberkirch vor. Einen neuen haben wir bereits nordöstlich von Oberried auf einer Anhöhe gefunden.» Eine Bauvoranfrage habe der Konzern noch nicht vorgelegt: «Aber wir haben mit einem Grundstückseigentümer einen Vertrag geschlossen.» Wann der Mast errichtet werden soll, sei noch nicht klar.

«Die Pläne entsprechen nicht dem Mobilfunkkonzept der Stadt Füssen», wirft Braun dem Konzern vor. In diesem Papier sei festgelegt, wo ein Mast errichtet werden könnte. «Der Standort, den die Telekom sich ausgesucht hat, trägt nicht zu einer geringen Strahlenbelastung bei», kritisiert Braun, der selbst in Oberried wohnt. «Unser Verein kämpft für die sinnvolle Errichtung von Mobilfunkmasten», so der 43-Jährige.

Nach seinen Angaben sind er und die bislang 27 Mitglieder nicht grundsätzlich gegen derartige Anlagen: «Die Telekom muss aber die Konzeptionen einhalten, für die die Stadt viel Geld ausgegeben hat», fordert Braun.

Laut Telekom-Pressesprecherin Hiller macht aber nur der Ort Sinn, den sich der Konzern jetzt nordwestlich von Oberried ausgesucht hat. Zwar habe die Stadt Füssen in ihrem Konzept einen Punkt vorgeschlagen, der nahe Hopferau-Haslach liegt (siehe Grafik). «Wir konnten dort aber keine 100-prozentige Versorgung sicherstellen», so Hiller. Dann habe die Stadt einen weiteren Standort vorgeschlagen, der nicht im Konzept enthalten ist. Hiller: «Er liegt in der Nähe von Roßmoos.

» Auch dort habe der Konzern Probleme, ein Mobilfunknetz zu installieren, so Hiller. Der Mast bei Oberried soll nun 15 Meter hoch werden. «Deshalb brauchen wir die Zustimmung der Stadt», so Hiller. Denn ab einer Höhe von zehn Metern seien die Masten genehmigungspflichtig.

«Wir stehen in Verhandlungen mit der Telekom. Mehr kann ich dazu nicht sagen», gibt sich Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist zugeknöpft. Er fügt an: «Wir appellieren an jeden Konzern, unser Mobilfunkkonzept einzuhalten.»

Infos über den Oberrieder Verein unter Telefon 0160/8053099.

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