Brückenfest
Brückenfest: Lechbruck und Prem stellen Heiligenfigur des Nepomuk gemeinsam auf

Mit einem gemeinsamen Brückenfest auf der Lechbrücke feiern die Gemeinden Lechbruck und Prem Anfang August die Wiederaufstellung der Figur des Heiligen Johannes Nepomuk, der seit Jahrhunderten als Brückenheiliger verehrt wird und schon lange seinen Platz auf der Brücke zwischen Lechbruck (Ostallgäu) und Prem (Oberbayern) hat. Es ist das erste gemeinsame Fest der beiden Nachbargemeinden.

Schon seit 1836 stand die Nepomuk-Figur auf der Lechbrücke - gestiftet vom damaligen Lechbrucker Flößermeister Michael Fichtl. Er sollte << das Handwerk segnen und dem Wanderer frommen Sinn verleihen >>, heißt es in den Annalen. Seinen Platz behielt er auch nach dem Neubau der Brücke im Jahr 1905.

1929 bekam er dann Gesellschaft in Form eines steinernen Denkmals eines Lechflößers. In den letzten Kriegstagen 1945 wurde die Brücke gesprengt, beide Figuren versanken im Lech. Der Heilige konnte fast unversehrt geborgen werden, der Flößer aber lag zertrümmert am Grund. Ein Jahr später erhielt Nepomuk seinen Ehrenplatz zurück, 1953 gesellte sich auch wieder ein bis heute zu bewundernder Flößer hinzu.

Vor einigen Jahren jedoch erhielt der Nepomuk eine neue Heimat im Flößermuseum, um ihn vor Witterung und Zerstörung zu schützen. Im Fasching machten sich die Premer einen Spaß aus dem leeren Nepomukhäuschen und << schenkten >> den Lechern einen neuen Nepomuk in Form einer Attrappe. Den Bürgermeistern Herbert Sieber (Prem) und Helmut Angl (Lechbruck) kam so die Idee, gemeinsam für einen neuen Brückenheiligen zu sorgen.

Beauftragt wurde der Unterammergauer Holzschnitzer Georg Meßmer, der in vielen Wochen ein Abbild des heute im Flößermuseum stehenden Nepomuks schuf. Dieser soll beim Brückenfest am Sonntag, 7. August, den kirchlichen Segen von den Geistlichen beider Gemeinden, Pfarrer Günther Bäurle, Max Butz und Thomas Seitz, erhalten. Nach dem Einzug beider Musikkapellen um 9.

30 Uhr beginnt der Festgottesdienst auf der Brücke, danach folgen die Segnung der Figur und das eigentliche Brückenfest. Der Übergang ist an diesem Tag für mehrere Stunden gesperrt. Auf rund 10000 Euro werden die Kosten für die Figur und das neue Häuschen geschätzt. Mit dem Fest und mit Hilfe vieler Spenden soll diese Summe eingebracht werden.

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