Grund- und Mittelschule
Brandschutz in Füssener Schulen reicht nicht aus

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Ein echtes Schnäppchen hätte es werden sollen: die geplante Erweiterung der Füssener Grundschule mittels eines rund 400 Quadratmeter großen Holzanbaus (wir berichteten). Doch jetzt wird es alles andere als billig. Bei Prüfung des 600000 Euro-Anbaus warfen die Verantwortlichen einen Blick auf die alten Pläne. Dabei stellte sich heraus, dass die Brandschutzeinrichtungen in Grund- und Mittelschule dringend verbessert werden müssen. Die Stadt Füssen befürchtet allein hierfür Kosten in Höhe von rund einer halben Million Euro. Doch die Sache eilt. Denn das Landratsamt als Bauaufsicht hat der Stadt eine Frist gesetzt und will die Nutzung der Klassenräume im Erd- und Obergeschoss verbieten, falls nicht bis 1. Februar ein zweiter Fluchtweg zur Verfügung steht.

Der Schulkomplex - er wurde zwischen 1953 und 1967 abschnittsweise errichtet - entspricht nicht mehr den Brandschutzanforderungen. Es gibt zu wenig Fluchtwege und auch Rauch kann ungehindert durch die Gänge ziehen. Deshalb fordert die Kreisbehörde von der Stadt als Sachaufwandsträger Nachbesserungen.

Mittelschule besonders betroffen

Besonders betroffen ist die Mittelschule: Hier sind ein Musiksaal, zwei Computerräume und zwei Werkräume gesperrt. «Wir können das zwar nicht alles ausgleichen, versuchen aber trotzdem, einen einigermaßen geregelten Schulablauf zu ermöglichen», sagte gestern Rektor Elmar Schmitt. Da auch die beiden Turnhallen geschlossen sind, überlege man, in die Weidachhalle auszuweichen.

Dennoch sei es wichtig, dass vor allem die Fachräume bald wieder zu Verfügung stünden, «damit die Abschlussklassen auf die Prüfungen nach Pfingsten vorbereitet werden können», so Schmitt.

Nicht ganz so stark hat es ist die Grundschule nebenan erwischt. Hier sind zwei Werkräume und der Gymnastikraum geschlossen. «Das ist alles nur ein vorübergehender Zustand. Der Unterricht findet so lange in den Klassenzimmern statt», sagt Rektorin Sylvia Kiesel. Auch der Sport würde nicht ausfallen: Etwa gingen die Kleinen ersatzweise zum Schlittschuhfahren.

Dass es noch lange zu Beeinträchtigungen kommt, glaubt Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht nicht. Die Stadt arbeite bereits eifrig an der Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen. Er hofft, dass die geforderten Sofortmaßnahmen spätestens in zwei Wochen abgeschlossen sind. Auch die vom Landratsamt angedrohte Schließung, falls nicht bis 1. Februar ein Außengerüst als Fluchtmöglichkeit aus den Klassenzimmern angebracht wird, sieht er gelassen: «Wir werden das fristgerecht aufstellen und haben schon Kontakt mit einer Fachfirma.» Fertig soll alles aber erst kommendes Schuljahr sein. Dann seien auch wieder größere Veranstaltungen in der Turnhalle möglich, so der Stadtbaumeister.

An den Kosten bleibt die Stadt wohl hängen - mit Zuschüssen rechnet Rathauschef Paul Iacob nicht. Dennoch: «Als Bürgermeister habe ich die Verantwortung für die Sicherheit in diesen Gebäuden - und Sicherheit geht vor.»

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