Schulen
Brandschutz an Schulen wird für Stadt Füssen teurer

Um alle Brandschutzmängel an der Grund- und an der Mittelschule beheben zu können, muss die Stadt Füssen mehr Geld in die Hand nehmen, als anfangs vermutet. Statt Kosten in Höhe von einer halben Million Euro - wie noch im Dezember geschätzt - «werden wir wohl in Richtung 750000 bis 800000 Euro kommen», sagte Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht im Kommunalparlament. Bürgermeister Paul Iacob will versuchen, die Kosten noch zu drücken. Sein Rezept: Aufträge an Handwerksmeister vergeben statt an Ingenieure.

Wie berichtet, sind die massiven Brandschutzmängel im Zuge der Planungen für die Erweiterung der Grundschule ans Licht gekommen. Die Stadt musste mit Maßnahmen auf diese Situation schnell reagieren, um zu vermeiden, dass Schulräume länger nicht genutzt werden können. Das ist geschehen: Bis auf den Gymnastikraum an der Mittelschule stehen nun alle Zimmer wieder zur Verfügung, berichtete Stadtbaumeister Fröchtenicht im Stadtrat. Lediglich für Großveranstaltungen sei noch eine Turnhalle gesperrt.

Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen beliefen sich auf 25000 Euro, da der Bauhof viele Arbeiten selbst ausführte. Jetzt aber werde es teurer. Allein die Brandschutztüren, die verhindern sollen, dass Rauch durch die Gebäude zieht, kosten rund 200000 Euro. Alles in allem, so schätzt Fröchtenicht, werden die Arbeiten bis zu 800000 Euro teuer.

Iacob will billigere Lösungen

Eine Summe, die der Bürgermeister nicht akzeptieren will. Er sucht in vielen Fällen nach preiswerteren Lösungen. Ein Beispiel sind die anstehenden Arbeiten im Elektrobereich: Während Fröchtenicht hier ein Ingenieurbüro einschalten wollte, setzt Iacob auf heimische Elektromeister. Ein erfahrener Handwerker könne solche Arbeiten auch ohne Ingenieur durchführen, ist der Rathaus-Chef sicher.

Während die Kostenfrage nicht abschließend geklärt ist, scheinen die provisorischen Brandschutz-Maßnahmen gut zu greifen.

Feuerwehr-Kommandant Heinz Weller informierte die Räte über Alarmübungen an Grund- und Mittelschule, bei denen die Schüler die Gebäude provisorisch über Gerüste verlassen mussten. Sein Fazit: «Das war ein voller Erfolg, alles lief einwandfrei ab.»

Weller ging auch auf die Vorschriften für die Feuerbeschau ein, die Sonderbauten betrifft. Und davon hat das touristisch geprägte Füssen mit rund 200 im Vergleich zu anderen Kleinstädten sehr viele. Der Grund: Zu Sonderbauten zählen unter anderem Gaststätten mit mehr als 40 Plätzen oder Beherbergungsbetriebe mit mehr als zwölf Betten.

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