Feuer
Bilanz: Brandschäden in sechsstelliger Höhe

Auf insgesamt fast 700000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der am Dienstagabend beim Brand eines Stadels in Seeg-Riedegg (wir berichteten) entstanden ist. Der Grund: In der Scheune befanden sich unter anderem ein Auto, eine Hebebühne und ein Gerüst eines Malerbetriebs im Wert von 250000 Euro. Der Stadel brannte komplett aus. Kostenpunkt: vermutlich weitere 250000 Euro. Den Schaden am benachbarten Wohnhaus schätzen die Beamten auf 100000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Kurz vor halb sieben Uhr hatte die Integrierte Leitstelle Kempten Alarm ausgelöst. Als die rund 70 Feuerwehrleute aus Seeg und Lengenwang eintrafen, brannte der Stadel lichterloh. Um etwa 20 Uhr waren die letzten Flammen gelöscht. «In der Nacht mussten wir allerdings zweimal nachlöschen», berichtet Raimund Hindelang, Kommandant der Seeger Feuerwehr.

Noch nicht geklärt ist die Brandursache. Brandstiftung schloss die Polizei gestern aber aus. Laut Sven-Oliver Klinke, Pressesprecher des Polizeipräsidiums, ermittelt die Kriminalpolizei. Die Ermittler arbeiten jedoch laut Klinke unter erschwerten Bedingungen: «Die Feuerwehr musste das Gebäude zum Großteil einreißen.» Das war laut Kommandant Hindelang nötig, um an die Glutnester heranzukommen.

Photovoltaikanlage zerstört

Zerstört wurde außerdem eine Photovoltaikanlage, die auf dem Dach auf der Süd- und Westseite installiert war. Kostenpunkt: rund 70000 Euro. Oftmals würden die Solarzellen die Löscharbeiten behindern, erklärt Hindelang. Beim gestrigen Brand habe es aber keine Probleme gegeben. Die Anlage wurde zerstört, Glassplitter flogen teilweise bis auf das rund 300 Meter entfernte Nachbargrundstück.

Die Feuerwehr löschte mit Wasser aus der Lobach und einem weiter entfernten Hydranten. Den Unterflur-Hydranten hatte sie nicht gefunden. «Wir fordern von der Gemeinde schon länger, alle diese Hydranten deutlich zu kennzeichnen», so Hindelang. Weil sie sich unter der Oberfläche befinden, seien sie ohne Markierung schwer zu finden. Karl Huber, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Seeg, erklärte dazu auf Nachfrage unserer Zeitung: «Uns war dieses Problem nicht bekannt.

Hätten wir davon gewusst, hätten wir schon längst etwas getan.» Geplant sei nun, einen kleinen Pfosten mit Hinweisschild an der Stelle anzubringen. Laut Huber befindet sich der Unterflur-Hydrant zwischen dem abgebrannten Stadel und dem rund 300 Meter entfernten Nachbargebäude.

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