Weihnachtseinkauf
Beim Schenken sparen viele Eltern nicht

Jetzt ist wirklich allerhöchste Zeit, sich um Geschenke zum Weihnachtsfest zu kümmern – vor allem, wenn man Kinder hat. In den Füssener Spielwarenläden und -abteilungen ist die Auswahl groß – die Wünsche der Kinder sind es auch. Groß gespart wird beim Schenken offenbar nicht. Der Königswinkel liegt damit voll im bundesweiten Trend. 'Die Kinder haben meist konkrete Vorstellungen davon, was sie sich wünschen', sagt Kornelia Lachnit, Leiterin eines Spielzeugladens in Füssen. 'Die Eltern bringen dann Kataloge mit, in denen die Kleinen ihre Wünsche angekreuzt haben.' Solch konkrete Vorstellungen hat auch die dreijährige Nina, deren Tante auf der Suche nach einem Geschenk für sie ist.

'Sie wünscht sich eine Barbie', erzählt Erika Keindel, die nicht sehr begeistert vom Wunsch ihrer Nichte ist. 'Es wird wohl eher ein vielseitigeres Spielzeug aus Holz. Wenn man so eine Puppe ein paar Mal umgezogen hat, ist sie doch nicht mehr interessant.'

'Kein sinnloses Geschenk'

Schließlich haben nicht nur Kinder ihre Vorstellungen bei Geschenken, sondern auch die Schenkenden. 'Es darf auf keinen Fall ein sinnloses Geschenk sein', meint Martina Roth, die mit ihrem vierjährigen Sohn unterwegs ist. 'Am besten ist es, wenn es Spaß macht und zugleich lehrreich ist.'

Die Wahl der Geschenke fällt also nicht leicht, besonders da auch Sohnemann Dominik eigene Vorstellungen hat. Er wünscht sich 'Legosteine und ein großes Auto.' Seine Mutter deutet an, dass einige dieser Wünsche wohl in Erfüllung gehen werden. Eine Überraschung wird es aber auch noch geben.

Insgesamt spiele der Preis beim Schenken eine eher geringe Rolle, sagt Kornelia Lachnit. 'Notfalls müssen eben die Omas zusammenlegen.' Die Trends dieses Jahr seien für Mädchen vor allem Pferde und Schlösser, für Jungen dagegen die Lego-Reihe zum Film 'Star Wars'. Gefragt sind zudem Brett- oder Computerspiele. Gerade bei elektronischen Spielen haben Eltern aber oft Bedenken. 'Auf jeden Fall nur in Maßen', meint Bettina Ullmann, Mutter eines 14-jährigen Sohnes.

'Zumindest einen Teil der Wünsche sollte man den Kindern halt doch erfüllen.' Das sieht auch Helmut Mangold, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg, so: 'Geschenke gehören dazu.' Schließlich seien sie Symbol für 'das Geschenk, das Gott uns an Weihnachten macht'.

Doch entscheidend sei nicht, wie viele Euro man dafür ausgibt. 'Die Kinder müssen spüren, dass das Geschenk Ausdruck einer liebevollen Zuwendung ist', sagt Mangold. Und wenn die Wünsche der Kleinen doch mal den Rahmen sprengen, dann müssten Eltern und Großeltern auch mal Nein sagen, findet der Katholik. 'Kinder müssen lernen zu verzichten und ein Gefühl für die Dimensionen bekommen.'

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