Geschmacksprobe
Beim Allgäuer Cup in Pfronten sind 41 Käsesorten auf dem Prüfstand

Die letzten blau-weiß karierten Schürzen werden noch festgeschnürt, dann kann es auch schon losgehen. Bewaffnet mit je nach Käsekategorie roten, gelben, grünen oder orangefarbenen Prüfbögen stürzen sich die Laientester auf die Käsewürfel der vier Kategorien Bergkäse, Emmentaler, Schnittkäse und Alpkäse. Zum zweiten Mal fand gestern in Pfronten der Allgäuer Käse Cup statt. Organisiert wurde er wie im vergangenen Jahr in Fischen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten.

Träger sind die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft sowie das Cluster Ernährung des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Vor dem offiziellen Teil mit Käsemarkt, Festzelt und buntem Rahmenprogramm, stand der Käsetest mit über 200 freiwilligen Kostern.

Schnüffeln, beißen, schmecken

Schnell verbreitet sich ein intensiver Käse-Geruch in der Aula der Pfrontener Schule. An den Biertischen mit weiß-blau karierter Tischdecke drängen sich nun die Käseliebhaber. Es wird geschnüffelt, gebissen gekaut, genickt. Zwischen jedem Käse neutralisieren die Tester den Geschmack mit Wasser und Weißbrot.

<< Zu Hause bin ich die mit der größten Käseleidenschaft und darum zuständig für den Einkauf >>, erzählt Brigitte Mayer. Extra aus Bad Wörishofen ist die 25-Jährige angereist, um neue Sorten kennenzulernen. Dass sie in der Kategorie Bergkäse testen darf, freut sie besonders. << Den ganz räßen, der schon fast zerfällt, mag ich am liebsten >>, sagt die 25-Jährige lächelnd und schiebt sich das nächste Häppchen in den Mund. Bewertet werden die 41 verschiedenen Käsesorten jeweils im Schulnotensystem nach den Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack, Würzigkeit und Mundgefühl.

Richtig erschöpft

Hoch konzentriert hangeln sich die Tester von Käse zu Käse - es ist still in der Schulaula, nur das Rascheln der Prüfbögen ist zu hören. Beim letzten Käse angekommen, wirkt der ein oder andere Tester richtig erschöpft. << Nach dem sechsten Käse schmeckt fast alles gleich >>, sagt einer. Trotzdem wirken alle wohlgenährt und zufrieden. Besonders gelohnt hat sich der Einsatz der Freiwilligen für drei Erzeuger aus der Region.

Sie haben in der jeweiligen Kategorie den ersten Platz belegt (Schnittkäse und Emmentaler: Schönegger Käse-Alm; Bergkäse: Minikäserei Missen; Alpkäse: Sennalpe Käsberg). Albert Kraus von der gleichnamigen Hofkäserei aus dem Obergünzburger Ortsteil Ebersbach weiß, wie viel der Titel << Sieger beim Käse Cup >> wert ist. Er belegte im vergangenen Jahr mit seinem Bergkäse den ersten und mit einem Alpkäse den zweiten Platz.

<< Die Urkunde hänge ich an jedem Marktstand auf >>, ist Kraus sichtlich stolz und froh über die Werbewirkung, die der Titel mit sich brachte.

Gute Werbung

<< Am meisten hat mich aber gefreut, dass ich dadurch auch auf Märkten in ganz Deutschland, an die ich meinen Käse verkaufe, Werbung für Allgäuer Käse im Allgemeinen machen konnte. >>

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