Urteil
Autohändler fährt ohne Führerschein: Drei Monate Gefängnis

Ein 48-jähriger Autohändler aus dem Oberallgäu hatte bereits vier Strafregister-Einträge wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und stand zudem noch unter offener Bewährung.

Trotzdem unternahm der nach wie vor führerscheinlose Mann im vergangenen September im Raum Seeg eine Probefahrt. Am nächsten Tag wurde ein Bekannter von ihm, der ebenfalls keinen Führerschein hat, auf der B 19 bei Immenstadt geblitzt - mit einem Auto, das auf den Autohändler zugelassen war.

Für den 48-Jährigen, der sein Geschäft mittlerweile aufgegeben hat, hatten die beiden Vorfälle jetzt ein Strafverfahren vor dem Kaufbeurer Amtsgericht zur Folge - im ersten Fall wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, im zweiten wegen fahrlässigen Zulassens der Fahrt seines ebenfalls führerscheinlosen Bekannten.

Bezüglich der Probefahrt im Ostallgäu hatte die Richterin keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Sie verurteilte ihn zu drei Monaten Haft ohne Bewährung und verhängte eine neunmonatige Führerscheinsperre. Im zweiten Anklagepunkt wurde der Mann freigesprochen, weil nicht sicher feststand, dass er vom fehlenden Führerschein seines Bekannten gewusst hatte.

Mehr zum Thema finden Sie in der Allgäuer Zeitung vom 10.04.2014 (Seite 28).

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