Aufwertung
Aussichtsplattform soll Lechfall noch attraktiver machen

3Bilder

Ein wunderbarer Platz, aber von seiner Infrastruktur her alles andere als ein Schmuckstück: So präsentiert sich der Lechfall, der für Einheimische wie Touristen ein Anziehungspunkt ist. Nun soll das Umfeld des Wasserfalls erheblich attraktiver gestaltet werden: Die Kraftwerk Füssen GbR will eine Aussichtsplattform mit Kiosk und WC-Anlage errichten. Vom Grundsatz her hat sich der Füssener Bauausschuss geschlossen für das Projekt ausgesprochen. Doch bis es realisiert werden kann, wird wohl noch einiges Wasser über den Lechfall fließen: Baurechtliche Hürden - das Gelände liegt im Außenbereich und im Landschaftsschutzgebiet - müssen in Abstimmung mit den Fachbehörden genommen werden.

Noch gibt es keine bis ins letzte Detail ausgefeilte Planung - am Dienstag im Bauausschuss ging es vielmehr darum, die Frage zu beantworten: << Können wir uns das grundsätzlich vorstellen? >>, wie es Zweite Bürgermeisterin Uschi Lax (CSU) formulierte, die die Sitzung leitete. Die Antwort fiel einstimmig und positiv aus.

In die Landschaft einfügen

Geplant ist, die alte und vor einem Besuch eher abschreckende WC-Anlage durch einen Neubau zu ersetzen. Zudem ist eine Aussichtsplattform auf gleicher Höhe wie die Tiroler Straße vorgesehen, auf der ein Kiosk samt behindertengerechtem WC entstehen soll. Von der Plattform aus werden sich ganz neue Blickbeziehungen auf den Lech ergeben.

An Menschen mit Handicap wird auch durch den Bau einer Rampe gedacht, über die sie auf den Maxsteg gelangen können - bislang verhinderte dies der Zugang über nur eine Treppe. Und das Wichtigste: Alles soll ganz behutsam in die Landschaft integriert werden, so Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht. Man werde zum Beispiel die Plattform so einfügen, dass kein Baum ge

fällt werden muss, versicherte Architekt Armin Walch.

Warum stößt der Kraftwerksbetreiber das Projekt überhaupt an? Der Bau der Aussichtsplattform gehöre sicher nicht zu den ureigensten Aufgaben des Unternehmens, sagt Joe Huber von der Kraftwerk Füssen GbR. Doch sei die Situation rund um den Lechfall unbefriedigend, verweist er vor allem auf die geruchsintensive alte Toilettenanlage. Wie teuer das Projekt wird, kann Huber noch nicht sagen - dies hänge von der weiteren Planung ab.

Möglicherweise wird man für die Finanzierung des Projektes auch EU-Mittel lockermachen können, sagt Stefan Fredlmeier von Füssen Tourismus und Marketing (FTM). Schließlich ist der Lechfall der Ausgangs- beziehungsweise Endpunkt des künftigen Lechweges (wir berichteten mehrfach). Die geplante Plattform stelle eine qualitative Aufwertung für den Lechfall dar, << der wahnsinnig stark frequentiert wird >>. FTM plant ebenfalls eine kleine Maßnahme am Lechfall: Zwei steinerne S

telen sollen hier auf den Lechweg aufmerksam machen - auch hierfür gab der Ausschuss grünes Licht.

Kein Geld von der Stadt

Geld von der Stadt wird es für den Bau der geplanten Aussichtsplattform aber nicht geben, hielten die Kommunalpolitiker fest. Eventuell werde man sich aber an den Reinigungskosten für die neue WC-Anlage beteiligen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren erforderlichen Schritte einzuleiten.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen