Container
Atemschutztrupps üben in Pfronten im Brandschutzcontainer

In aufgeregte Augen blickt man durch die Atemschutzmaske. Nicht ganz unberechtigt, denn die Situation ist auch für die Floriansjünger nicht alltäglich: Die acht Mann der Feuerwehren Pfronten-Berg, Nesselwang und Rückholz sind auf dem Weg in den Brandschutzcontainer. Die nächsten 20 Minuten erdulden sie rund 500 Grad, eine Feuerwalze und dicken Rauch. Sie sind die ersten, die in diesem Jahr in Pfronten üben. Seit gestern steht der Container wieder am TSV-Gelände in Berg.

Die Übung soll den Männern im Ernstfall eine Stütze sein. 'Sie werden die Hitze erleben, die Flammen spüren und bemerken, dass ihnen nichts passiert', so Kreisbrandmeister Alexander Schneider. Im Ernstfall helfe diese Erfahrung dabei, richtig zu reagieren. Der Umgang mit den Flammen ist dann nichts Neues mehr.

'Sie erleben jetzt schon, wie es live dann wirklich ist', sagt Schneider. 'Wenn nachts der Piepser geht und die Männer überrascht und noch etwas verschlafen vor dem Brand stehen, haben sie die erste Erfahrung schon gemacht.'

An der Übung beteiligt sind zwölf Wehren aus dem Umkreis. 64 Mann der verschiedenen Atemschutztrupps werden im Laufe der Woche in den Container geschickt. 'Das ist eine eigene Erfahrung', erzählt Dominik Matzkat von der Feuerwehr Pfronten-Berg.

Im vergangenen Jahr hat er den Aufenthalt im Container schon hinter sich gebracht. Bei anderen Übungen habe er die Hitze und das Verhalten der Flammen nicht in diesem Maße gespürt. 'Es ist absolut sinnvoll und notwendig für uns', ist er sich sicher.

Als die Männer ihren heißen Ausflug beendet haben, steht ihnen die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Schweißüberströmt und voller Ruß sammeln sie sich. Die jüngeren Schaulustigen werden still – ganz geheuer ist ihnen die Situation nicht. 'Jetzt seht Ihr aber aus, wie ziemlich unheimliche Bösewichte', hört man aus ihren Reihen.

Geübt wird am Brandschutzcontainer in Pfronten-Berg auch heute, morgen und am Donnerstag jeweils von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 10 bis 13 Uhr. Nach einer ausführlichen theoretischen Einweisung durch Trainer Marco Braunschweig gibt es etwa 90 Minuten später für Schaulustige am Container etwas zu sehen.

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