Rückblick
44 Jahre Faschingsverein Schwangau und 40 Jahre Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle

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Schon zu Zeiten des Baus von Schloss Neuschwanstein um 1870 waren Künstler aus München die Initiatoren von faschingsähnlichen Veranstaltungen in Schwangau. Dies war sicher der Startschuss für die Faschingshochburg Schwangau.

Wie es in der Chronik zu lesen ist, kam es 1912 in der Faschingszeit zum Bierstreik, der in Schwangau ausbrach. Die Maß kostete 22 Pfenning, der Preis sollte um 1 Pfennig erhöht werden. Die Schwangauer tranken daraufhin ihr Bier im benachbarten Füssen. Die Maschkerer nahmen diesen 'Missstand' zum Anlass, in den Bierstreik zu treten, bis diese Verteuerung wieder zurückgenommen wurde.

Im Jahre 1922 trat dann der Gesangsverein Schwangau mit Chor sowie Faschingsunterhaltung an die Öffentlichkeit. Bereits 1929 am Faschingsdienstag zogen die Schwangauer Schützenvereine mit einem Maskenzug, Wagen und Gespann durchs Dorf – damals bei einem Kälterekord von minus 40 Grad.

Schon nach wenigen Metern waren die Instrumente der Musiker eingefroren. Mit der Zeit bildete sich ein 'wilder' Verein, der Abende mit Unterhaltung, Musik und Tanz, mit Prinzenpaar und Garde veranstaltete. Am 29. Januar 1973 wurde aus einem wilden Haufen ein eingetragener Verein.

Auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle feiert Geburtstag: 40 Jahre schräge Töne, Lautstärke, Schlagkraft und Durchhaltevermögen. 1977 gründete sich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle nach einem Faschingsumzug aus Protest.

Im Gasthof Weinbauer spielte nach dem Umzug in Schwangau die Musikkapelle Füssen, was für Unmut bei den Schwangauern sorgte. Acht Musikanten der Musikkapelle Schwangau stürmten den Saal und haben mit viel Lautstärke, großem Radau und Schlagkraft den Füssnern den Marsch geblasen.

Aus der anfänglichen Rivalität zwischen Füssen und Schwangau wurde später eine innige Freundschaft: Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle ist zusammen mit den Ratsherren der Schindau immer am rußigen Freitag in der Stadt zu hören und zu sehen.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle zählt mittlerweile 25 Musikanten, davon sind immer noch sieben Gründungsmitglieder aktiv. Die Musikanten begleiten den Faschingsverein durch die Gunglhosabende und auf Umzügen.

Faschingsfeierei

Die Faschingseröffnung findet am Freitag, 11. November, ab 20.11 Uhr im Schlossbrauhaus Schwangau statt. Die neue Präsidentschaft des Faschingsvereins Schwangau, der erste Präsident Peter Reinelt und die zweite Präsidentin Steffi Kiefer geben sich zum ersten Mal die Ehre.

Begleitet wird das Programm von der Prinzengarde Schwangau mit einem Potpourri der vergangenen Jahre, den Ratsherren der Schindau, den Staiger Gugga-Bätscher, der Vorstellung des neuen Prinzenpaares und natürlich der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle. Eintritt frei.

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