Eishockey-Pressemitteilung
EV Füssen gewinnt gegen Bad Kissingen

Eine Bildergalerie vom Spiel finden Sie hier.

Am Ende war das Heimspiel des EV Füssen gegen den EC Bad Kissingen ein richtiger Eishockey-Krimi. So weit hätte es natürlich nicht kommen müssen, denn beim 3:2 nach Verlängerung (0:1, 1:0, 1:1, 1:0) hatten die Schwarz-Gelben zwei Drittel lang ein großes Chancenplus, und auch insgesamt war der Punktgewinn der Gäste eher schmeichelhaft. Dank eines überragenden Benjamin Dirksen im Tor, viel Scheibenglück und einer sehr gut umgesetzten Defensivtaktik machte man dem überlegenen Heimteam aber das Leben schwer und hätte am Ende das Spiel sogar gewinnen können.

Das wäre des Guten dann aber doch zuviel gewesen. Nach verhaltenem Beginn war es der EVF, der als erstes das Heft in die Hand nahm und zu Möglichkeiten kam, ehe die Wölfe bei einem zu sorglosen Wechsel des Heimteams durch Jakub Revaj überraschend in Führung gehen konnten. Das änderte am Spielgeschehen zunächst wenig, die Füssener gingen aber mit einem weiteren halben Dutzend guter Chancen zu leichtfertig um. Die größte kam in der 17. Minute, als der erstmals seit November wieder mitwirkende Moritz Kircher nach einem Abwehrfehler alleine auf Dirksen zulaufen konnte, aber scheiterte. Bei einer Strafe gegen Füssen zeigten die Gäste ihre Powerplaystärke, Hötzinger blieb aber zweimal Sieger.

Im zweiten Drittel hatte Bad Kissingen genau zwei Torchancen, einen Alleingang durch Nold in der 24. Minute sowie einen weiteren Konter kurz vor Drittelende, beide Mal zeigte auch Füssens Torhüter seine Klasse. Ansonsten war Einbahnstraßen Eishockey angesagt, und der EVF vergab unter anderem ein halbes Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten. Auch bei einer doppelten Überzahl schwammen die Gäste, aber Dirksen zeigte sich von seiner besten Seite. Dann spielte Füssen erneut Powerplay, und hier überlief Newhook in der letzten Spielminute die gegnerische Abwehr, wurde aber rüde gestoppt. Den Penalty verwandelte Verteidiger Tyler Wood eiskalt zum überfälligen 1:1.

Der Schlussabschnitt sah auch den EVF verhaltener agieren, da die Gäste ständig auf Konter aus waren wollte man nicht ins offene Messer laufen. Bei einer Riesenchance hatten viele schon den Torjubel auf den Lippen, der Schuss von Marc Besl landete aber wohl nur an der Unterkante der Torlatte. Im Gegenzug zeigte Benedikt Hötzinger eine starke Parade gegen Masel. Riesenjubel dann in der 48. Minute. Marc Besl sorgte nach einem Konter doch noch für die hochverdiente Führung. Der Gegner konnte aber auf seine individuelle Klasse bauen. In Überzahl setzte Anton Seewald vier Minuten später die Scheibe zum 2:2 ins Netz. Markus Vaitl hatte die große Chance zur erneuten Führung, bei einem Konter traf kurz darauf Bär die Latte. Und bei diesem Auf und Ab blieb es. In der Schlussminute musste Benedikt Hötzinger klären, einen 2 auf 1 Konter von Payeur und Besl konnte Bad Kissingen im letzten Moment unterbinden. Es ging in die Verlängerung.

Eine Minute und acht Sekunden dauerte diese und hatte es in sich. Zunächst versuchten sich die Gäste vor das Tor zu kombinieren, dann ein Konter des EVF und Alleingang Payeur. Die Scheibe konnte aber noch vor der Torlinie gestoppt werden und im Gegenzug Alleingang Freibergs, aber eine Weltklasseparade von Benedikt Hötzinger. Der nächste Angriff nach einem Bully saß dann für den EVF, Markus Vaitl kam frei zum Schuss und erzielte das erlösende 3:2.

Trainer Michael Rosin (Bad Kissingen): „Unserer Mannschaft hat die Kraft nach dem Spiel am Freitag gefehlt. Trotzdem sind wir früh in Führung gegangen. Das Tor zum 2:1 war deutlich Abseits, wir konnten dann in Überzahl wieder ausgleichen. Am Ende war klar dass der gewinnt der noch ein Tor macht. Das hätten auch wir sein können.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Drei Punkte hätten uns gut getan. Wir haben heute aber die Teilnahme am Halbfinale um die Meisterschaft klar gemacht, damit haben wir ein wichtiges Ziel erreicht. Und jetzt werden wir bis zum Schluss kämpfen, um auch den zweiten Platz zu erreichen. Heute haben wir stellenweise zu kompliziert gespielt, dazu hatte der Gegner einen Torhüter, der überragend gehalten hat. Unser Sieg war aber hochverdient, weil wir wesentlich mehr Spielanteile hatten und mehr investiert haben.“

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