Niederlage
Eishockey Oberliga: EV Füssen verliert im Penaltyschießen gegen EHC Klostersee

Der EV Füssen verlor im Penaltyschießen mit 1:2 gegen den EHC Klostersee.
  • Der EV Füssen verlor im Penaltyschießen mit 1:2 gegen den EHC Klostersee.
  • Foto: EV Füssen
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Tolle Kulisse, taktisch geprägtes Spiel. Der EV Füssen verliert vor der imposanten Anzahl von 3.311 Zuschauern das Duell der ehemaligen Oberligisten gegen den EHC Klostersee mit 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) im Penaltyschießen. Die Niederlage war sicherlich nicht zwingend, denn zwei Drittel lang war von den Gästen offensiv nicht viel zu sehen. Am Ende punkteten sie aber verdient, weil sie sowohl in der Verlängerung als auch im Penaltyschießen dank der größeren individuellen Klasse Vorteile hatten.

Zurückhaltende Zuschauer, zurückhaltende Mannschaften. Im ersten Abschnitt schien die volle BLZ Arena manchen Beteiligten eher zu lähmen als zu beflügeln. Füssen hatte mehr Chancen und schnürte den Gegner ein paar Mal richtig im eigenen Drittel ein, hatte bei einem Konter von Raphael Käfer aber auch Glück. Trotzdem war das 0:0 für die Gäste eher schmeichelhaft.

Nach überstandener Unterzahl wurde der Druck des EVF im zweiten Drittel immer größer. Marc Besl und Tyler Wood vergaben große Möglichkeiten, ehe in der 29. Minute Ron Newhook den überfälligen Führungstreffer markierte. Danach waren in Überzahl weitere Chancen zum zweiten Treffer da, wurden aber nicht genutzt. Auf der anderen Seite zeigte Grafing nach einer Hinausstellung ein starkes Powerplay, EVF-Goalie Benedikt Hötzinger und die Hintermannschaft waren stark gefordert.

Im letzten Abschnitt sahen sich die Füssener im eigentlich fairen Spiel plötzlich einer doppelten Unterzahl ausgesetzt, dank des Torgestänges wurde die Situation aber glücklich überstanden. Kaum wieder komplett hätte Ron Newhook eigentlich den zweiten Treffer machen müssen, scheiterte aber aus kürzester Distanz. Auch Marc Besl hatte die Vorentscheidung auf dem Schläger, bei seinem Schuss passte nur noch ein Blatt zwischen Scheibe und Pfosten. Etwas überraschend zu diesem Zeitpunkt der Ausgleich der Gäste. Routinier Bob Wren wurde zu wenig bedrängt und konnte aus dem Slot einschieben.

Nun erhöhte der EVF das bis dahin nicht sonderlich hohe Tempo und brachte den EHC mehrmals in Bedrängnis. Drei große Möglichkeiten wurden aber nicht genutzt, auf der anderen Seite musste aber auch Hötzinger einen starken Fanghandsave auspacken. Pech für den EVF, dass knapp eineinhalb Minuten vor Spielende eine Unsportlichkeit eines Gästespielers nicht geahndet wurde, statt des fälligen Überzahlspiels ging es mit gleicher Spielerstärke weiter. Füssen versuchte trotzdem nochmal Druck zu machen, am Ende blieb es aber bei der Punkteteilung.

In der Verlängerung hatte zunächst Klostersee eine sehr gute Torchance, dann hätte Tobias Meier für den EVF alles klar machen können, er scheiterte jedoch. Die Gäste hatten in der Folge mehr Möglichkeiten, und zeigten sich dann auch im Penaltyschießen abgeklärter. Der NHL-erfahrene Bob Wren verwandelte ebenso sicher wie Raphael Kaefer, beim EVF schoss Markus Vaitl vorbei und Ron Newhook setzte den Puck an die Latte. Insgesamt hatte es der EVF zwei Drittel lang versäumt, mehr aus seiner Überlegenheit zu machen, die Gäste punkteten verdient, siegten aber glücklich.

Trainer Dominik Quinlan (Klostersee): „Das war heute kein Spiel für Eishockeyliebhaber, es war taktisch geprägt. Man muss fairerweise sagen, dass wir in einer Amateur-Eishockeyliga spielen, und die Jungs an Weihnachten gefeiert haben. Es ist dann halt schwierig, zwei Tage später wieder Topleistungen abzurufen. Ich bin glücklich und stolz über die zwei Punkte, muss aber auch sagen, dass wir in den ersten beiden Dritteln keinen Auftrag hatten, da hat uns unser heute überragender Torhüter im Spiel gehalten. Im letzten wollten wir das eine Tor noch machen, das haben wir geschafft. Ein tolles Erlebnis für meine Jungs, Hut ab vor Füssen, so ein Event auf die Beine zu stellen, wir können uns nur bedanken, hier dabei gewesen zu sein, und freuen uns mit den Punkten nach Hause zu fahren.“

Trainer Andreas Becherer (EV Füssen): „Die Jungs sind natürlich enttäuscht, wir hätten das Spiel sehr gerne gewonnen. Es war heute sehr taktisch, für uns war wichtig, die Emotionen in den Griff zu bekommen, weil einige noch nicht vor so einer Kulisse gespielt haben. Deswegen war ich mit den ersten beiden Dritteln und eigentlich auch insgesamt zufrieden, weil wir uns nie haben hinreißen lassen, zu offensiv zu werden. Letztlich ist ein 6:5 natürlich ein anderes Spiel als ein 1:1, und für die Zuschauer schöner anzusehen, für uns Trainer nicht. Letztlich haben wir vor überragender Kulisse einen Punkt geholt, es hat super viel Spaß gemacht, und ich denke, wenn der Rauch etwas verfliegt, werden die Jungs stolz sein auf das was sie heute und in der Saison insgesamt schon geleistet haben.“

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