Sicherheit
"Wir fühlen uns ernst genommen": Deutsche Bahn reagiert auf Forderungen der Pfrontener Bürgermeisterin zum Unglücks-Bahnübergang

Bahnübergang "Badstraße" in Pfronten.
  • Bahnübergang "Badstraße" in Pfronten.
  • Foto: Pia Jakob
  • hochgeladen von David Yeow

In kürzester Zeit ereigneten sich am unbeschrankten Bahnübergang in der Badstraße in Pfronten zwei schwere Unfälle. Ende Januar starb ein 47-jähriger Mann nach dem Zusammenstoß mit einem Zug. Ein zweiter Unfall passierte nur drei Wochen später an derselben Stelle: Ein 48-Jähriger übersah in seinem Auto den herannahenden Zug und wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. 

In der Gemeinde herrschte daraufhin Betroffenheit und Wut. Schließlich wurde schon seit Jahren eine Sicherung mit Schranke gefordert, nachdem sich bereits 1999 und 2002 zwei tödliche Unfälle an dem Übergang ereigneten. Wegen der jüngsten tragischen Unglücke hat sich die Bürgermeistern von Pfronten, Michaela Waldmann, erneut mit der Deutschen Bahn zusammengesetzt und fordert "eine Halbschranke und ein entsprechendes Blinklicht."

Den unbeschrankten Übergang habe die Gemeinde bereits seit zwei Jahrzehnten als erhöhte Gefahrenstelle ausgemacht. "Die Gemeinde hat seit spätestens 2002 deutliche Forderungen an die Deutsche Bahn AG erhoben, diesen Bahnübergang technisch zu sichern", so Waldmann.

2002 habe es auch einen ersten Entwurf für diese Sicherung gegeben. In der Vergangenheit hatte dieser Bahnübergang bei der DB aber nicht diese hohe Priorität, die er jetzt aufgrund der jüngsten Unglücke erfährt, meint die Bürgermeisterin. Wegen der großen Aufmerksamkeit reagiert nun die Deutsche Bahn und will mit "einem sogenannten Maßnahmenpaket den ganzen Streckenabschnitt einfach sicherer machen." 

Michaela Waldmann scheint mit dieser Lösung zufrieden zu sein und betont: "Wir fühlen uns ernst genommen, mit dem, was wir kommunizieren." Auch aus der Bürgerschaft erhalte sie viele Rückmeldungen von Menschen, die sehr bewegt sind über dieses Thema.

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