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Winter 2019

Verschüttet
Vermisster Tourengeher (43) bei Schwangau: Auch am Mittwoch geht die Suche weiter

Nach dem Lawinenunglück wird noch immer ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Cham vermisst.
  • Nach dem Lawinenunglück wird noch immer ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Cham vermisst.
  • Foto: Heinz Sturm
  • hochgeladen von Camilla Schulz

+++ Update (Stand 27. Februar 2019, 12:00) +++

Die Suche geht weiter. Rettungskräfte sind weiterhin am Lawinenkegel unterwegs und arbeiten sich mit Schreitbaggern und per Hand vor, um den Vermissten zu finden. Allerdings mittlerweile ohne Hoffnung darauf, ihn lebend zu retten. Ob und wann die Suche eingestellt wird, entscheidet das Team vor Ort täglich neu.

+++ Update (Stand 26. Februar 2019, 14:00) +++

Auch am Dienstag haben die Rettungskräfte die Suche nach dem vermissten 43-jährigen Skitourengeher fortgesetzt. Ein Erkundungsflug mit einem Hubschrauber ergab, dass sich die Suchtrupps auch am Dienstag in das betroffene Gebiet vorwagen können. Nach Angaben der Polizei wird deswegen seit einigen Stunden der sogenannte Lawinenkegel nach dem Vermissten abgesucht, bzw. die Schneemassen abgetragen. 

Im Einsatz sind auch wieder ein sogenannter Schreitbagger und zwei ausgebildete Alpinhunde der Polizei. Laut Polizei-Pressesprecher Christian Eckel, soll der gesamte Lawinenkegel abgesucht werden. Falls die Arbeiten ohne Ergebnis verlaufen, werde die Suche voraussichtlich eingestellt. 

Für die Rettungskräfte vor Ort ist die Gefahr weitgehend überschaubar. Grundsätzlich riskieren die Suchteams in derartigem Gelände aber immer ihre Gesundheit. Grund: Wegen des aktuellen Wetters können sich Lawinen leicht von selbst lösen.

+++ Update (Stand 25. Februar 2019, 17:30) +++

Deutlich über 48 Stunden nach dem Unglück schätzt die Polizei die Überlebenschancen als nur noch äußerst gering ein. Den Vermissten 43-Jährigen noch lebend aus den Schneemassen zu befreien, wird immer unwahrscheinlicher. Die Suchmaßnahmen sind weiterhin schwierig: Der relevante Bereich konnte nicht zu Ende abgegraben werden. Die Schneemassen sind so komprimiert gefroren, dass selbst Lawinenschaufeln abgebrochen sind. "Hart wie Beton", formulierte es Polizei-Pressesprecher Christian Eckel.

Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, wird händisch vorgegraben und mit einem kleinen Bagger weitergegraben. Am Dienstag früh soll ein Hubschrauber nochmals über das Gelände fliegen und die Lage sondieren. Danach entscheidet das Team vor Ort über weitere Maßnahmen. Es besteht eventuell weiterhin Lebensgefahr für die Rettungskräfte. Bei der Lawine sind nach Schätzungen rund 1.500 Tonnen Schnee ins Tal gerauscht.

+++ Update (Stand 25. Februar 2019, 11:00 Uhr) +++

Seit Montag Vormittag geht die Suche weiter. Rettungskräfte schauen mit Sonden im unteren Bereich des Lawinenkegels  in der sechs Meter hohen Schneemasse. Mini-Schreitbagger sollen dann den Schnee Schicht für Schicht abtragen. Der Hang selbst wird nicht abgesucht, weil für die Einsatzkräfte Lebensgefahr besteht.

+++ Update (Stand 24. Februar 2019, 18:31 Uhr) +++

Die Suche nach dem vermissten 43-Jährigen wurde am Sonntag fortgesetzt. Mithilfe von Verschüttetensuchgeräten, Lawinen- und Dampfsonden, Ortungsgeräten für Handysignale und einem für alpine Anforderungen trainierten Polizeihund waren die Helfer im Einsatz. Wie die Polizei mitteilte, musste die Suche jedoch am Sonntagabend gegen 18 Uhr für diesen Tag beendet werden.

„Die Einsatzbewältigung wegen des tragischen Lawinenabgangs an diesem Wochenende lief über Ländergrenzen hinweg einwandfrei. Polizeibergführer und Ehrenamtliche aus dem Allgäu, aus Oberbayern und Tirol arbeiteten Hand in Hand zusammen. Angetrieben vom Willen den Vermissten zu finden, begaben sie sich trotz der hohen Eigengefahr in das Suchgebiet“ hebt Edmund Martin, Leiter der Polizeiinspektion Füssen hervor. „Im Suchgebiet waren die Schneehöhen teils meterhoch und der Schnee sehr dicht komprimiert, was die Suche erheblich erschwerte“, ergänzt der Einsatzleiter.

Zusätzlich waren heute zwei Polizeihubschrauber aus Bayern und Tirol im Einsatz. Das Technische Hilfswerk Memmingen unterstütze die Suche mit einer Drohne.

Laut Polizeiangaben soll die Suche am Montagvormittag außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs fortgeführt werden. Ein Mini-Schreitbagger soll eingesetzt werden, um ausgewählte Bereiche abzutragen. Eine Fortsetzung der Suche im Bereich der Lawinenbahn ist nach derzeitigem Planungsstand nicht vorgesehen, so die Polizei.

+++ Meldung (Stand 24. Februar 2019, 11:54 Uhr) +++

Die Suche nach dem vermissten 43-Jährigen aus dem Landkreis Cham wurde am Sonntag, 24. Februar 2019, fortgesetzt. Die Gefahrensituation für die Einsatzkräfte wurde neu bewertet, sodass bereits seit Sonntagmorgen zahlreiche Beamte wieder im Einsatz sind. Nachdem am Samstag mehrere Lawinen in den Ammergauer Alpen an der Schäferblasse abgegangen waren, musste die Suche am Abend abgebrochen werden.

Wie die Polizei mitteilte, befindet sich das Suchgebiet in einem sehr lawinengefährdeten Bereich. Die Beamten schließen nicht aus, dass es zu weiteren Abgängen kommen kann. Das bedeute eine erhebliche Eigengefahr für die Rettungskräfte. Laut Polizeiangaben wurden acht Polizeibergführer der bayerischen Alpinen Einsatzgruppen und ein Alpinbeamter der österreichischen Polizei Reutte in den Lawinenbereich geflogen. Sie suchen derzeit mit Verschüttetensuchgeräten nach dem vermissten Skitourengeher.

Wie lange die Suche dauern wird, ist noch unklar.

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