St. Mang
Das Coram Deo Ensemble sowie Janet Chvatal und Marc Gremm ernten bei Konzert in Füssen viel Beifall

So voll wie sonst wohl nur zu Weihnachten und Ostern war die Füssener Pfarrkirche St. Mang beim Konzert des 'Coram Deo Ensembles' mit Kathy Kelly von der Kelly-Family und Andrew Recktenwald. Anders als zu den kirchlichen Festtagen schallte jedoch am Ende der knapp zweistündigen Veranstaltung lange lauter Beifall durch das Gotteshaus.

Dieser galt der "Musik in der Stille", mit der die Sänger Janet Chvatal (Sopran) und Marc Gremm (Bariton) mit ihren Kollegen Jeff Johnson (Klavier und Keyboards), Wendy Goodwin (Geige) und Brian Dunning (Flöte) die Besucher mehr noch als Kelly und Recktenwald in ihren Bann zogen.

Temperamentvolle Stimmung

Nachdem Kelly und Recktenwald am E-Piano mit zunächst keltisch-irischen und danach immer sphärischer sowie mystischer klingenden Tönen den Abend eröffnet hatten, brachte die frühere Leadsängerin der Kelly-Family mit Gitarre und Gesang zeitweise auch spanisch temperamentvolle Stimmung in die Kirche, zu der das Publikum nach ihrer Aufforderung sogar mitklatschte.

Wie zuvor bereits mit manchen hohen Tönen, bei denen Kelly phasenweise etwas die Luft knapp zu werden schien, fiel auch das später von ihr gesungene 'Ave Maria' gesanglich nicht so überzeugend aus wie bei Chvatal, die beim Loblied auf die Muttergottes große Gesangskunst zeigte und sich stimmlich insgesamt als die Nummer eins des Abends präsentierte.

In Chvatals Schatten ließ aber auch Gremm sein Können aufscheinen. Zum größten Teil von Johnson, vor allem von Goodwin an der Violine sowie Dunning mit verschiedenen Flöten immer wieder virtuos begleitet, sangen die beiden hauptsächlich auf Englisch, aber auch auf Latein und Deutsch. Mit 'Open chant', 'Towards light', 'Gloria in excelsis', 'Agnus dei' sowie 'Wachet und betet' oder 'Antiphon' zelebrierte das 'Coram Deo Ensemble' eine besondere Art von Gotteslob. Dem schlossen sich schließlich auch Kelly und Recktenwald noch einmal an.

Gemeinsam brachten sie ein derart berührend feierliches 'Alleluja' zu Gehör brachten, dass man fragen wollte: 'Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten?'

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