Galgen-Fundamente geborgen
Ausgrabungen auf Hinrichtungsstätte am Bodensee vollständig beendet

Peter Werner (Fa. Hauser), Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald (Landratsamt Konstanz) und Bernhard Kleiser (Bauhof Gemeinde Allensbach) beim Bergen eines der gemauerten Galgenfundamente von Allensbach (von li.).
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  • Peter Werner (Fa. Hauser), Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald (Landratsamt Konstanz) und Bernhard Kleiser (Bauhof Gemeinde Allensbach) beim Bergen eines der gemauerten Galgenfundamente von Allensbach (von li.).
  • Foto: Archäologisches Landesmuseum Konstanz, Stephanie King
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Vor wenigen Monaten wurde in Allensbach im Landkreis Konstanz, bei Voruntersuchungen des Ausbaus der Bundesstraße 33, eine frühneuzeitliche Hinrichtungsstätte entdeckt. Die Archäologen fanden direkt unter der Wiese zwei gemauerte Fundamente eines sogenannten zweischläfrigen Galgens. Dieser bestand nach Angaben des Landratsamtes Konstanz aus zwei gemauerten Pfeilern mit hölzernem Querbalken bestand. Außerdem fand das Grabungsteam menschliche Skelettreste von mindestens sechs Personen und verbrannte Knochen. 

Archäologen entdecken frühneuzeitliche Hinrichtungsstätte am Bodensee

Fundamente müssen geborgen werden

Nach Abschluss der archäologischen Ausgrabungen mussten nun noch die Fundamente des Galgens gesichert werden. Denn wegen des Ausbaus der B33 sei eine Erhaltung an Ort und Stelle nicht möglich, so das Landratsamt. Um die Fundamente des früheren Galgens, dennoch für eine spätere historische Präsentation zu sichern, wurden die zwei Fundamentblöcke aus Wacken, Bruch- und Ziegelsteinen und Kalkmörtel nun mit einem Radlader geborgen.

Peter Werner (Fa. Hauser), Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald (Landratsamt Konstanz) und Bernhard Kleiser (Bauhof Gemeinde Allensbach) beim Bergen eines der gemauerten Galgenfundamente von Allensbach (von li.).
  • Peter Werner (Fa. Hauser), Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald (Landratsamt Konstanz) und Bernhard Kleiser (Bauhof Gemeinde Allensbach) beim Bergen eines der gemauerten Galgenfundamente von Allensbach (von li.).
  • Foto: Archäologisches Landesmuseum Konstanz, Stephanie King
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Gedenkort nahe der Richtstätte möglich

Bis geklärt ist was nun mit dem Fundamenten nun geschehen soll, werden die jeweils etwa zwei Tonnen schwere Blöcke von der Gemeinde Allensbach gelagert. Laut dem Landratsamt wäre eine Einbindung in einen Informations- und Gedenkort nahe der ehemaligen Richtstätte denkbar. Allerdings erst, wenn die Bauarbeiten an der Bundesstraße 33 in einigen Jahren abgeschlossen sind.

Kreisarchäologe Hald: "Bin sehr zufrieden"

Der Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald leitete die Ausgrabung an der Richtstätte und begleitete auch die Bergung der Fundamente. "Ich wollte natürlich noch unter die Fundamentblöcke schauen, ob möglicherweise noch Gegenstände zum Vorschein kommen, die man absichtlich unter die vermutlich im 17. Jahrhundert gemauerten Fundamente niedergelegte", erläutert Hald. Doch weitere Funde kamen nicht ans Tageslicht. "Ich bin dennoch sehr zufrieden und froh, dass diese heikle Bergung dank der optimalen Vorbereitung und dem tollen Einsatz der Bauhofmitarbeiter und Baggerfahrer so gut gelungen ist". Damit sind nun auch die archäologischen Arbeiten im Gelände vollständig beendet.

Peter Werner (Fa. Hauser), Sven Welschinger und Bernhard Kleiser (beide Bauhof Gemeinde Allensbach) und Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald (Landratsamt Konstanz) beim Bergen eines der gemauerten Galgenfundamente von Allensbach (von li.).
  • Peter Werner (Fa. Hauser), Sven Welschinger und Bernhard Kleiser (beide Bauhof Gemeinde Allensbach) und Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald (Landratsamt Konstanz) beim Bergen eines der gemauerten Galgenfundamente von Allensbach (von li.).
  • Foto: Archäologisches Landesmuseum Konstanz, Stephanie King
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