Er spendet das Preisgeld
Europäische St.-Ulrichs-Stiftung verleiht Preis an Allgäuer CSU-Politiker Gerd Müller

Der Allgäuer CSU-Politiker und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat den Ulrichspreis verliehen bekommen.
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  • Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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Gerd Müller (65), Bundesentwicklungsminister und CSU-Bundestagsabgeordneter aus Durach, ist am Mittwoch mit einem besonderen Preis ausgezeichnet worden: mit dem Europäischen St.-Ulrichs-Preis. Der Allgäuer Politiker reiht sich ein in die Reihe der hochrangigen Preisträger aus der Politik, in der man unter anderem Bundeskanzler Helmut Kohl (1997), Bundespräsident a.D. Roman Herzog (1999) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (2015) findet. Die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung hat Müller ausgezeichnet wegen seiner "Verdienste um die Einheit Europas", wie es seitens der Stiftung in einer Pressemitteilung heißt.

Stiftungsvorsitzender: Europa tut sich schwer, "mit einer Zunge zu sprechen"

Bei der Preisverleihung betonte demnach der Vorsitzende der Stiftung, der Dillinger Landrat Landrat Leo Schrell, dass die Flüchtlingssituation, der Klimawandel und die Corona-Pandemie drei drängende Gegenwartsfragen seien, bei denen sich Europa schwertue, mit einer Zunge zu sprechen und die Probleme gemeinsam anzupacken und zu lösen. "Wenn wir uns den gegenwärtigen Zustand Europas betrachten, ist das Stiftungsziel 'Förderung der Einheit Europas in christlich-abendländischer Tradition' aktueller denn je", betonte Schrell. Deshalb habe die Stiftung mit Dr. Gerd Müller einen herausragenden Preisträger. 

Das genau ist die Begründung, warum Gerd Müller den Preis bekam:

"Mit Ihrer klaren und unmissverständlichen Haltung zu gegenwärtigen Fragen der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben Sie Ihre pro-europäische Grundhaltung nachdrücklich unter Beweis gestellt. Damit sind Sie sehr entschieden und offen den nationalistischen Bestrebungen in mittlerweile zahlreichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union entgegengetreten", sagte Schrell. Bundesminister Gerd Müller setze sich seit vielen Jahren als überzeugter Europäer für den Chancenkontinent Afrika ein, um für die Menschen bessere Lebensverhältnisse zu schaffen.

Das ist die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung:

Die von Landkreis und Stadt Dillingen a.d.Donau im Jahr 1993 gegründete Stiftung, die die Förderung der Einheit Europas in christlich-abendländischer Tradition und im Geiste des heiligen Ulrich zum Zweck hat, verleiht den mit 10.000 Euro dotierten Preis in der Regel alle zwei Jahre.

Gerd Müller spendet das Preisgeld.

Preisträger Gerd Müller spendet das Preisgeld auf eigenen Wunsch an die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP, deren Hauptziel die Förderung von Bildung und Erziehung und der Bau von Schulen in Schwellenländern ist. Gerd Müller in seiner Dankesrede: "Ich hoffe, dass der Preis noch mehr Menschen ermutigt, nicht wegzuschauen, und sich für Gerechtigkeit weltweit einzusetzen. Dass ich übrigens der erste Preisträger sein werde, der in Bayerisch-Schwaben daheim ist, freut mich besonders."

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