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Tierskandal
Videomaterial: Erneut Missstände auf Hof in Dietmannsried festgestellt

Die Tierrechtsorganisation "Metzger gegen Tiermord" hat die Bilder vom Hof in Dietmannsried veröffentlicht.
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  • Die Tierrechtsorganisation "Metzger gegen Tiermord" hat die Bilder vom Hof in Dietmannsried veröffentlicht.
  • Foto: Metzger gegen Tiermord
  • hochgeladen von Lisa Hauger

+++Update vom 13. März 2020+++
Der betroffene Landwirt hat die Missstände auf seinem Hof eingeräumt.

Erneut wurden auf einem Hof im Allgäu Missstände bei der Tierhaltung aufgedeckt. Dieses Mal handelt es sich um einen Familienbetrieb in Dietmannsried mit einem Haupt- und Nebenhof. Dort werden derzeit rund 200 Rindern gehalten. Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die Tierrechtsorganisation "Metzger gegen Tiermord" (MgT) ein Video, welches, wie der Bayersichen Rundfunk bestätigt, Missstände auf dem Hof dokumentiert. 

„Insbesondere die Zustände im Raum mit den 25 Jungtieren in nahezu kompletter Dunkelheit auch bei Tag stellen den traurigen Höhepunkt meiner bisherigen Erfahrungen in den Allgäuer Tierskandalen dar", meint Philipp Hörmann aus Bad Grönenbach. Er leitet den Bereich der Untersuchung tierschutzrechtlicher Verstöße der MgT. Um das Leid der Tiere nicht unnötig zu verlängern, habe sich das Team von "Metzger gegen Tiermord" jetzt dazu entschieden, vorliegende Beweise umgehend zu veröffentlichen.

Veterinäramt sind Missstände bekannt

Auf Anfrage von all-in.de bestätigt Andreas Kaenders, Pressesprecher des Landratsamtes Oberallgäu, dass das Veterinäramt bei einer Routinekontrolle im Februar 2020 Missstände auf dem Dietmannsrieder Hof feststellte. Daraufhin habe das Veterinäramt eine Frist angeordnet, in welcher der Landwirt die Missstände beseitigen muss. Als Strafe wird ein Zwangsgeld angedroht. 

Der Behauptung der MgT, die Jungrinder würden "in einem See aus Gülle" stehen widerspricht Kaenders. In einem der beiden Ställe gäbe es aber ein Eck, welches wegen eines geplatzten Ventils unter Wasser stehen würde. Die anderen Stallbereiche seien aber trocken. Demnächst plane das Veterinäramt eine Nachkontrolle, um zu prüfen, ob sich die Zustände verbessert haben. "Das Veterinäramt tut alles dafür, dass auch in diesem Betrieb wieder rechtmäßige und tierschutzrechtliche Zustände hergestellt werden", so Kaenders. 

Systemversagen der Politik und Gesellschaft

Damit dokumentierte der MgT nach eigener Aussage bereits den 6. Milchviehskandal innerhalb weniger Monate. Daher spricht Pressesprecher Peter Hübner von einem Systemversagen der Politik und Gesellschaft. Seiner Meinung nach seien die Veterinärämter um das Tierwohl bemüht, aber personell unterbesetzt. Außerdem werde den Veterinären durch das Gesetz die Hände gebunden. So könnten die Ämter beispielsweise keine Tierhalteverbote aussprechen, ohne zuvor eine Frist zu setzen.

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