Tierskandal im Allgäu
Skandale gingen 2020 weiter: Bayern-SPD fordert "härteres Durchgreifen und schärfere Gesetze"

Bis in den Mai 2020 hinein wurde nach Angaben des BR mit Zwangsgeldern, Strafanzeigen oder Subventionskürzungen reagiert (Symbolbild).
  • Bis in den Mai 2020 hinein wurde nach Angaben des BR mit Zwangsgeldern, Strafanzeigen oder Subventionskürzungen reagiert (Symbolbild).
  • Foto: Matthias Becker
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Die Tierschutzverstöße in Allgäuern Milchvieh-Betrieben, etwa in Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) und in Dietmannsried (Landkreis Oberallgäu) gingen auch in diesem Jahr weiter. Das steht laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) in einem aktuellen Bericht des Verbraucherschutzministeriums an die Landtags-SPD.

Tierleid konnte nicht gestoppt werden

Bis in den Mai 2020 hinein wurde demnach mit Zwangsgeldern, Strafanzeigen oder Subventionskürzungen reagiert: wegen "Zufügen von länger anhaltenden erheblichen Schmerzen und Leiden", überfüllter Ställe und Kälber ohne Heu. Erfolgreich waren die Maßnahmen nicht: Das Tierleid konnte nicht gestoppt werden.

Für den Verbraucherschutzexperten der Landtags-SPD Florian von Brunn ist das "eklatantes Behördenversagen“, zumal die Amtstierärzte die Betriebe seit Sommer 2019 häufig kontrollierten. 

Forderung der Bayern-SPD: "härteres Durchgreifen und schärfere Gesetze"

Deshalb fordert die Bayern-SPD am Donnerstag im zuständigen Landtagsausschuss mehr Strafanzeigen, eine bundesweit gültige Rinderhaltungsverordnung und schärfere Bundesgesetze. Damit sollen Tierhaltungsverbote leichter umgesetzt werden können, so der BR. 

Die SPD fände es demnach hilfreich, wenn die Staatsregierung eine "Expertenkommission Tierschutz in der Nutztierhaltung" gründen würde. Diese Expertenkommission soll dann Empfehlungen zur tierwohlorientierten Haltung von Rindern erarbeiten.

So hat sich der Tierskandal im Allgäu entwickelt
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