Leinen los
Naturhundegarten in Kraftisried: Wo der Hund einfach mal Hund sein kann

Zu Gast im Naturhundepark in Kraftisried.
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  • Zu Gast im Naturhundepark in Kraftisried.
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Seinen Hund einfach mal Hund sein lassen? Das wird für den ein oder anderen Besitzer immer schwieriger. Der eigene Garten ist oft zu klein, auch im Wald sollte der Vierbeiner an der Leine geführt werden und im öffentlichen Raum kommt es mit freilaufenden Hunde immer wieder zu Vorfällen. Was also tun, wenn man seinen Hund einfach mal rennen lassen will und damit weder den Hund, noch andere Personen in Gefahr bringen möchte?

Eine Lösung dafür bietet Anja Hanzel in Kraftisried an. Dort betreibt die 52-jährige Hundepsychologin einen Naturhundegarten. Begonnen hat sie damit vor etwa drei Jahren, damals noch mit einer ganz normalen Hundewiese. Weil sie schnell merkte, dass das den Hunden zu langweilig war, erweiterte sie die Wiese schrittweise mit neuen Elemente wie einem Schnüffelgarten, einer Trainingswiese und einem Indoorspielezimmer. 

Hunde sorglos von der Leine lassen

Viele Besucher haben Hunde, die einen sehr starken Jagdtrieb haben oder großes Angstverhalten aufweisen, erklärt Hanzel gegenüber all-in.de. Diese könnten deshalb nur selten von der Leine gelassen werden. An solchen Problemen könne man im eingezäunten Naturhundegarten arbeiten, meint die 52-Jährige. Außerdem sorge der Zaun für Sicherheit, sodass man "den Hund auch einfach mal von der Leine lassen darf."

Ein Beispiel hierfür ist die Hündin Chili, die sich während unseres Drehs auf dem Areal austobte. Außerhalb des Hundegartens sei es zu gefährlich, die Hündin von der Leine zu lassen, erklärt ihre Besitzerin. Denn Chili würde nicht auf sie hören und Autos hinterherjagen. 

Die Hündin Chili tobt sich im Naturhundepark aus.
  • Die Hündin Chili tobt sich im Naturhundepark aus.
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Charity-Projekt für Hunde und Artenvielfalt

Zehn bis fünfzehn Stunden pro Woche investiert Hanzel in ihr "Charity-Projekt", das sie neben ihrem eigentlichen Job als Hundepsychologin betreibt. Verdienen tut sie daran nichts. Denn alle Mieteinnahmen fließen in die Pflege oder den Ausbau des Gartens. "So wie die Einnahmen reinkommen, kann ich auch weiter investieren", sagt Hanzel. Neben den Hunden ist der 52-Jährigen auch die Artenvielfalt wichtig. Darum schuf sie auf dem Gelände auch Lebensräume für verschiedene heimische Tierarten, wie beispielsweise Bienen, Eidechsen oder Blindschleichen.

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