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Agrarschau in Dietmannsried auf gutem Weg zur jährlichen Genehmigung

Die Agrarschau wird auch künftig in Dietmannsried stattfinden.
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  • Foto: Franz Kustermann
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Der beliebten Agrarschau Dietmannsried als "alljährlich widerkehrende Landwirtschafts- und Verbrauchermesse im Allgäu" steht nun nicht mehr viel im Wege. Die Messe findet von Donnerstag, 16. bis Sonntag, 20. April in Dietmannsried statt.

Um die Messe dauerhaft etablieren zu können, musste Veranstalter, Thomas Diepolder, vom Lindauer Architekturbüro Hubert Sieber für das 16,8 ha große Areal rund um seinen Betrieb - westlich von Dietmannsried – einen "Vorhaben-bezogenen Bebauungsplan" (V-BP) erstellen lassen: Das Gelände ist also nur genehmigt für die Agrarschau, nicht aber für andere Festivals oder Events!

Im Prinzip ist das mindestens "120.000 Euro teure Werk" bereits durch alle Instanzen durch: Lediglich die landwirtschaftlich genutzte Hofstelle (1,3 ha) muss auf Drängen der Regierung von Schwaben jetzt noch aus der Planung herausgenommen werden. Aus diesem Grund wird die geringfügige Änderung nun bis zum 13. Januar noch einmal öffentlich ausgelegt. Rund 50 Träger öffentlicher Belange könnten dann erneut Anregungen und Wünsche vorbringen.

Am 20. Januar wird sich der Gemeinderat mit dem Thema abschließend befassen. Selbst von anfangs kritischen Nachbarn hatte es diesmal keine "negativen Stellungnahmen" gegeben. Da es sich jetzt lediglich nur noch um die Herausnahme der Hofstelle handelt, ist die Rechtskraft des V-BP aber faktisch nicht mehr zu verhindern: Dann kann die Agrarschau auf dem Gelände jedes Jahr "dauerhaft, jeweils bis zu sechs Tage lange" abgehalten werden.

Bisher investierte Diepolder in den ehrgeizigen, bei Ausstellern, Landwirten und Verbrauchern gleichermaßen sehr beliebten Allgäuer Messestandort rund 750.000 Euro. Der 47-jährige Unternehmer rechnet damit, dass er mit der Agrarschau frühestens in drei bis vier Jahren erstmals schwarze Zahlen schreiben wird.

Obwohl nur etwa 3 ha der Ausstellungsflächen gekieste Wege sind, muss Diepolder 3,5 ha "Ausgleichsflächen" bereitstellen: Im nahe gelegenen Reichholzried fand er einen Nebenerwerbslandwirt, der 20 Jahre lange bei einer Fläche auf Düngung und Pflanzenschutz verzichtet, den Aufwuchs für sein Mastvieh nur zweimal mäht, abfährt und Bäume anpflanzt.

Anmeldeschluss Ende Januar

Die kommende Messe ist mit aktuell 330 Ausstellern bereits weitgehend ausgebucht; Anmeldeschluss ist Ende Januar 2020. Neuheiten gibt es in allen Sparten, unter anderem sind erstmals vielerlei Arten von PKW-Anhänger vertreten. An der Maschinenhalle, wo im vergangenen Jahr die Zaunbau-Meisterschaft stattfand, wird das Gelände zukünftig auch als Ausstellungsfläche genutzt. In diesem Bereich muss bis zum Frühjahr noch die Infrastruktur (Wege, Strom und Wasser) etwas erweitert werden. Die weltweit besten Zaunbauer werden heuer direkt am Festgelände gegeneinander antreten.

Michaela Kaniber

Als Hauptrednerin am ersten Abend wird die bayerische Landwirtschaftsministerin, Michaela Kaniber, im Bierzelt erwartet. An dem bewährten Ausstellungssystem wird immer noch gefeilt: Die Anreise durch die neue Verkehrsführung hat sich das letzte Mal sehr bewährt. Um auch eine reibungslosere Heimfahrt zu gewährleisten, sollen auf dem angrenzenden Parkplatz mehr Securi-ty´s zur Verkehrsregelung eingesetzt werden. Zudem soll das Service-Personal im Festzelt merklich aufgestockt werden, damit der hungrige Gast schneller sein Essen bekommt. Außerdem darf jetzt die Musik jeweils bis um 23 Uhr in den Festzelten spielen.

2018 zählte die Agrarschau bei 220 Ausstellern rund 50.000 Besucher; 2019 bei 360 Ausstellern etwa 75.000 Gäste. Heuer erwartet Diepolder etwa 400 Aussteller. Mit etwa 450 Ausstellern wäre die Agrarschau, die auch künftig immer am 3. April-Wochenende stattfinden soll, vollkommen ausgebucht: Diese Zeit sei meist "wettermäßig stabil - und zumindest für die Grünlandwirte - arbeitsmäßig überschaubar".

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