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FC Memmingern verliert gegen Schweinfurt mit 1:2

'Heute hat die Mannschaft mit dem klar größeren Willen gewonnen'. Trainer Thomas Reinhardt fand nach der 1:2 (1:1) Heimniederlage des FC Memmingen im Regionalliga-Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten FC Schweinfurt 05 klare Worte.

Wir haben nur 85 Prozent gegeben. So geht’s nicht. Damit gewinnst auch in der Kreisliga nicht. Reinhardt ist nicht gewillt, zum Saisonausklang die Zügel einfach schleifen zu lassen und erhält auch Unterstützung vom Vorsitzenden Armin Buchmann, der kommende Woche noch deutliche Worte an die Mannschaft finden will.

Reinhardt hat sie schon im Samstagtraining gefunden. Rechnerisch fehlt zum sicheren Klassenerhalt noch ein Punkt aus drei Spielen. Da sollte nichts mehr anbrennen, aber gerade zuhause wollte Reinhardt dem treuen Publikum – immerhin waren es mit den zahlreichen Gästefans 722 im Dauerregen – mehr als das Gezeigte bieten.

Auf dem tiefen und schweren Boden hatten beide Teams zunächst einen schweren Stand, wobei es schien, dass Schweinfurt damit besser zurecht kam. Memminger Bälle landeten immer wieder wegen der fehlenden Standfestigkeit im Aus oder gleich beim Gegner. Vieles war eher Zufall als Berechnung. Der Einsatz war zumindest FCM-Kapitän Harald Holzapfel nicht abzusprechen, die Farbe seiner Spielkeidung wechselte von rot zu schlammbraun.. Dieses Engagement war an diesem Abend nicht von allen Spielern des Gastgebers zu spüren.

Besser machten es die Schnüdel, die jeden Punkt im Abstiegskampf brauchen und deren Trainer Gerd Klaus schon mit einem Zähler zufrieden gewesen wäre. Dass es drei wurden, machte er auch an den etwa 70 mitgereisten FCS-Fans fest, die völlig durchnässt ihre Mannschaft unablässig anfeuerten. Zunächst war es aus Memminger Sicht planmäßig gelaufen. Sebastian Schmeiser erzielte nach einem schönen Angriff über rechts und einer Hereingabe das 1:0.

Die Führung hatte aber nur zwei Minuten Bestand. Der agile Marino Müller staubte einen von der FCM-Abwehr abgeblockten Ball zum 1:1 Ausgleich ab. Nach der Pause holte FCM-Torhüter Martin Gruber beim Rettungsversuch den durchgebrochenen Müller im Strafraum von den Beinen (54.). Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Steffen Krautschneider sicher zum 2:1 für die Gäste. Der Rest war ein Kampfspiel, bei dem Ümüt Sönmez und Matthias Jocham Memminger Ausgleichschancen liegen ließen und es Schweinfurt im Gegenzug verpasste, den entscheidenden dritten Treffer zu setzen.

Am Ende standen die FCM-Spieler wie begossene Pudel da, während Klaus mit seinen Jungs und dem mitgereisten Anhang einen Regentanz aufführte.

Kommenden Freitag geht es für den FC Memmingen zum designierten Meister FC Bayern München. Gegen Bayern II haben wir zwar vergangene Saison mit 2:1 gewonnen. Aber wir sind nicht in der Verfassung, jetzt große Töne zu spucken, fordert Reinhardt, dass in München wieder mehr kommen muss. Sonst droht beim Spitzenreiter eine herbe Abfuhr.

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